Freitag, 31. Juli 2009

wenn Tauben vögeln ...

Ich frage mich, weshalb man ausgerechnet Taubenpaare bei Hochzeiten fliegen lässt oder sie sonstige Hochzeitssymbolik haben.
Ein wirklich gutes Omen können sie kaum sein.
Meine ich.
Meine ich, seit der in meinem Garten lebende Täuberich versucht, den Kinderwunsch seiner Taube zu stillen und sie seither durch meinen Garten poltern.
Elegant ist das sicherlich nicht und nach Spaß sieht es auch nicht aus.
Eher verzweifelt.
Und ungefährlich ist es auch nicht ...
... insbesondere für mich nicht, wenn ich gemütlich unter meiner Esche sitze und die beiden vögelnden Vögel dort innerhalb ihres Liebesspieles den einen oder anderen Ast aus meiner Esche hauen.
Vorhin ist der arme Täuberich samt Ast auf meinen Gartentisch gekracht.
Nach kurzer Panik auf seiner und meiner Seite, kommt er aber nun seinen Pflichten wieder nach.
Hölle ...
Ich vermisse meine Fasane ...

Mittwoch, 29. Juli 2009

"Marie-Therese Saint-Aubin"

Ich überschreibe mit diesem Namen, damit ich ihn nicht vergesse.
Das muss ich erst einmal eine Weile sacken lassen ...
hach ...
Gestern waren wir in Lübeck.
Zwischen hier und Lübeck ist ein neues Stück Autobahn fertig geworden, was ganz nett ist, weil man nun schneller nach Lübeck kommt, aber andererseits schneidet es einem ein wenig ins Herz, wenn TomTom etwas verwirrt mitten durch Grün und Grün und noch mehr Grün irrt.
Soviel ungestörtes Grün auf einem Bildschirm und nun mittendrin eine Autobahn und hm, nach Lübeck ist man vorher doch auch ganz gut gekommen.
Bevor ich hier kläglich ein "Karl der Käfer" anstimme, zurück nach Lübeck und "Marie-Therese Saint-Aubin" und die Hüx-Straße, die noch mein Ruin sein wird, denn dort und in den Parallelstraßen gibt es Handwerk, Kunsthandwerk und Ausgesuchtes.
Während sich meine Nichte durch die "Breite Straße" Lübecks wühlte und von einer Boutique in die andere warf, ließen wir uns nach und nach vom Handwerk verführen.
Bei einer Weberin angelangt, erschien es mir mittlerweile vollkommen richtig, dass ein einzelnes Stuhlkissen 150,- Euro kosten sollte und man beim Kauf von 4 Stuhlkissen einen üppigen Rabatt von 15,- Euro je Kissen erhielt.
Gekauft habe ich keines, denn ein kleines Glöckchen erinnerte mich rechtzeitig daran, dass ich Kinder habe. Kinder, die solche Kissen mal eben mit in den Garten nehmen und dort vergessen.
Oh, und einen Hund. Einen Hund, dessen Fantasie schier unbegrenzte Möglichkeiten bietet, gute Gründe zu finden, kräftig in ein solches Kissen zu beißen und es ein klitzekleinwenig zu schütteln. Und noch mal ... ups ... toll, was aus so einem Kissen so alles herauskommt.
Ach ja, und Kinder, die gerne Frühstück hätten ... und Mittagessen ... und neue Schuhe ... und einen verfressenen Hund ... nein, wundervolle, handgewebte Stuhlkissen sind was für Dinks - die brauchen auch weniger davon ... (sagt man das noch? Double Income no Kids? (+no Labrador Retriever???))
Das Glöckchen bimmelte auch in dem Handarbeitsgeschäft, in dem ich "Marie-Therese Saint-Aubin" entdeckte. Stickvorlagen.
Wunderschön.
(Das Glöckchen war übrigens im Dauerbetrieb ...)
Minimalistisch - müsste eigentlich schnell gestickt sein, was "Marie-Therese Saint-Aubin" so einfällt. Auf weißem Stoff müsste man lediglich oft vernähen und neu ansetzen.
Wunderschön.
Das Katzenbuch von ihr führte zu einem tiefen "Haben wollen!", aber ich habe überlegt, wie lange ich schon nicht mehr gestickt habe.
Hm, "Marie-Therese Saint-Aubin" wäre ein guter Grund, damit wieder zu beginnen.
Wie gesagt, ich lasse das mal sacken ...

Ansonsten bin ich groggy.
Total ...
Meine unermüdliche Nichte erkundet den Norden und ich bin der Chauffeur.
Montag waren wir am Hundestrand in Eckernförde.
Coffee war nahezu ununterbrochen im Wasser und ich blöder Weise nahezu ununterbrochen in der Sonne.
Die tief dankbare Nichte ist nun tiefbraun und ihr Repertoire in Sachen witzige Bemerkungen über sonnenbrandige Tanten schier unerschöpflich.
Pah!
Gestern Abend waren wir - wo wir doch eh schon in der Nähe waren - dann gleich auch noch am Timmendorfer Strand.
Auch nett.
Morgen Abend reisen sie wieder ab.
Mir schweben 10 Tage Schlaf vor ...
Morgen hole ich Oliver wieder aus seinem Zeltcamp ab.
Vergesst das mit den 10 Tagen Schlaf ...

Samstag, 25. Juli 2009

dreckige Wäsche ...

Bei Flensburg angekommen, habe ich Oliver gestern trockene Hosen, T-Shirts und Unterhosen mitgebracht. Am Telefon hatten wir zuvor ausgemacht, dass er alles herauslegt, was dreckig und nass ist, damit ich das dann schon mal wieder mitnehme.
Ok, das war mein Wunsch am Telefon.
Seine Wünsche bezogen sich neben der trockenen Wäsche - eher gesagt: weit vor der trockenen Wäsche - auf mehr Naschis, Getränke mit hohem Ungesundfaktor (immerhin noch ohne Alkohol) und einer Taschengeldaufstockung.
Da es in Strömen regnete, als wir im Zeltcamp eintrafen, und dort Kinder waren, die Ball spielten, lief die Übergabe des Wäschekorbes eher nebenbei ab.
Will sagen, ich drückte Oliver den Wäschekorb in die Hände und rettete dann meine Schwester, die von Coffee über das Spielfeld gezerrt wurde, weil - Ball!
Oliver füllte den Wäschekorb und stellte ihn wieder in den Kofferraum.
Soeben habe ich die Waschmaschine angeschmissen und ich vermeide es, mich irgendwie zu wundern, nach welchen Gesichtspunkten mein Sohn seine Dreckwäsche aussortiert hat.
Wenn ich das richtig sehe, hat er mir all seine Jacken mitgegeben und einen Strumpf.
Die Jacken sind allesamt sauber und eindeutig ungetragen - aber klatschnass.
Der Strumpf war dreckig und klatschnass.
Nun dreht sich alles in der Waschmaschine und ich wundere mich weiterhin nicht.
Nö.

Freitag, 24. Juli 2009

Coffee in der Schlei


Heute haben wir einen verregneten, aber wunderschönen Ausflug gemacht.
In Olivers Zeltcamp war Elterntag.
Da es täglich regnet, habe ich einen Schwung trockener Sachen, Naschis und ein paar Flaschen Apfelschorle für meinen Sohn eingepackt. Und Coffee, meine Schwester und meine bildhübsche Nichte.
Die junge Dame ist so um die 20 und ich wette, während ich hier sitze und tippe, gibt es ein paar junge Polen, die sich leise seufzend an sie erinnern.
Auf dem Weg nach Flensburg haben wir nämlich in Schleswig Halt gemacht, Kaffee und Torte im Traumcafe genossen, während es draußen wieder mal wie aus Eimern goss und danach bummelten wir durch die kleinen Gässchen vom Holm.
Holm ist ein dänisches Wort für eine kleine Insel - und genau das war dieser Holm einmal. Eine kleine Insel in der Schlei. Jetzt ist es keine Insel mehr, aber eine sehr nette Ecke von Schleswig, in der kleine Fischerhäuser stehen, vor denen derzeit üppige Rosentstöcke, Lavendel und Stockrosen blühen.
Ein Gässchen zwischen den Häusern führt zur Schlei runter und da wir dort allein waren, ließ ich Coffee von der Leine, die auch begeistert ins Wasser ging und ihre Runden schwamm.
Gelegentlich kamen noch andere Touristen runter, guckten schwimmenden Hund und freuten sich.
Alles war gut.
Alles war gut, bis Coffee eine Boje entdeckte.
Ball!
Zielstrebig nahm Coffee Kurs auf die Boje und wir haben herzlich gelacht.
Lange.
Aber irgendwann begann meine Nichte damit, sich große Sorgen um Coffee zu machen.
Das war der Moment, wo dann die polnische Reisegruppe mit ihrem Stadtführer auftauchte.
Die Polen waren begeistert von der Schlei und Coffee, die energisch versuchte, den tollen großen Ball an Land zu bringen.
Es war nur eine etwa fußballgroße Boje und Coffee hatte sie an der Seite gepackt, wo sie vertäut war. Mit dieser Beute im Maul schwamm sie eifrig aufs Land zu.
Dass sie nicht von der Stelle kam, merkte mein Hund nicht.
Mein Hund brachte mit Feuereifer einen großen, tollen Ball an Land.
Meine Nichte war der Meinung, dass Coffee mittlerweile vollkommen entkräftet sei und es nur noch eine Frage von Minuten wäre, bis sie in den Fluten versänke.
"Ich geh' sie holen!", sagte meine Nichte resolut.
Ich versuchte es ihr auszureden und begann Coffee laut zu rufen.
Coffee hörte aber gar nichts.
Da sie kräftig strampelte und der Wind die Schlei zu kleinen Wellen faltete, dürfte von meinen energischen "Coffee! Aus!" und "'Coffee! Komm!" s rein gar nichts bei ihr angekommen sein, denn Coffee strampelte in großer Begeisterung weiter.
Mein unerhörtes Rufen überzeugte nun aber anwesende Polen, meine Nichte und Rest-Touristen davon, dass der Hund gerettet werden musste.
Insbesondere männliche Polen waren sehr dafür, dass meine Nichte den Hund rettet.
Dringend!
Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte, zumindest freute ich mich über diese seltsame Mode, bei der kurze Kleider über Jeans getragen werden.
Die Augen einiger Touristen wurden kugelrund und glasig, als meine Nichte aus ihren Jeans schlüpfte und dann in ihrem kurzen Kleidchen zu Coffee stakste.
Coffee wollte übrigens nicht gerettet werden.
Coffee wollte den tollen großen Ball an Land bringen und war weiterhin besten Mutes, dies auch zu schaffen.
Ich weiß nicht, ob es nicht tatsächlich irgendwann sehr nötig geworden wäre, zu ihr zu gehen und sie von der Boje zu trennen, ich weiß nur, dass sie selbst beim Eintreffen meiner Nichte nicht dankbar ob ihrer Rettung war.
Wenn ich ehrlich bin - Coffee liebt Menschen.
Coffee liebt auch meine Nichte. Immer noch.
Aber nachdem sie mit Jutta wieder an Land gekommen war, musste ich den nassen Hund anleinen und festhalten, damit sie nicht unverzüglich wieder zu ihrem Bojen-Ball schwamm.
Der Reiseführer hat gar nicht erst versucht, seine Reisegruppe vom Anblick meiner nassen Nichte zu lösen. Ein ausgesprochen netter Anwohner reichte meiner Nichte 2 große, flauschige Handtücher vom Balkon und nachdem seine Frau nur zwei dreimal laut nach ihm rief, verließ er auch den Balkon wieder, so dass meine Nichte sich relativ ungestört unter den Augen einer höchst interessierten Reisegruppe umkleiden konnte.
(meine Schwester und ich hatten nach diesem Umkleiden deutlich weniger Jacken und Pullis an als vorher ...)
Einige Polen haben sich dann gegenseitig mit Coffee fotografiert.
Einige Polen hatten Sekunden später klatschnasse Pfoten- und sonstige Abdrücke auf ihren Klamotten -und ein paar nette Fotos.
Nicht so nett, wie sie dachten, denn statt umkleidender Nichte war dann freundlich lächelnde Tante der Nichte im Hintergrund der Bilder.
Ich nehme meine Pflichten als Patentante nämlich wahr und stellte mich strategisch günstig zwischen Kamera und Nichte. Genau dafür hat man wohl eine Patentante ...

Die Geschichte, wie Coffee das Brötchen aus der Alster rettet, ist seit heute getoppt von "wie Coffee die Boje aus der Schlei holen will und von meiner Nichte gerettet wird"

Donnerstag, 23. Juli 2009

VW-Porsche

Komisch ...
Hat außer mir noch jemand bereits jetzt die Schlagzeilen um die Milliarden-Kredite vor Augen, die der Steuerzahler bald zahlen darf um die zigtausend Arbeitsplätze zu retten, die auf dem Spiel stehen, wenn dieser neue Super-Konzern Konkurs anmeldet?
Die sollten noch Opel kaufen.
Und die Hausfrauenseite.
Ich will auch Geld von den Steuerzahlern.
Oder Kekse ...

Schwarz in meinem Lieblingsblau ...

Eigentlich bin ich ja erstaunlich wenig anfällig für jegliches Eso-Gedankengut, oder hielt mich zumindest dafür.
Aber gestern wurde mir klar, dass ich der tiefen Überzeugung bin, dass es Menschen gibt, deren negatives Gedankengut durch bloße Anwesenheit das eigene Leben trüben können.
Insgeheim denke ich, dass jeder von uns ein Päckchen Leben gleicher Qualität zugeworfen bekommt und es an einem selbst liegt, was er daraus macht und vor allem, es verdammt noch mal zu genießen.
Das ist natürlich grob verallgemeinert und hält keinerlei Argumenten stand, aber ich für meinen Teil, bin wild entschlossen, mein Leben zu genießen, statt mich ununterbrochen auf die unerfreulichen Aspekte zu konzentrieren und sie lauthals zu beklagen.
Wenn wir alle an einem Tisch sitzen und den Eintopf des Lebens in uns hineinlöffeln, möchte ich zu denjenigen gehören, die sich über die Mehlklößchen freuen können.
Und ich rücke ein Stückchen von denen ab, die "wah, schon wieder Eintopf!" oder "die da hinten hat viel mehr Klösschen" oder so grummeln.
Gestern aber saß ich so jemandem gegenüber, der ausdauernd sein Leben beklagte.
Böses Schicksal aber auch ...
Er ist durch Kinder und finanzielle Notwendigkeiten an eine Frau und ihr Haus (mit den Schwiegereltern in der Einliegerwohnung) gekettet und obwohl er ein Ausbund an Anständigkeit ist, nun regelrecht gezwungen, sich eine Affaire zu suchen, da seine Frau vollkommen asexuell sei.
War ich übrigens auch.
Sowas von asexuell in seiner deprimierenden Gegenwart.
Nahezu Lesbe oder hm, hätte ich mich zwischem ihm und den Goldfischen in dem Aquarium entscheiden müssen, wäre ich mittlerweile ertrunken.
Ich bin sauer auf mich selbst, dass ich mich in eine Situation manövriert hatte, aus der ich mich nicht umgehend wieder befreite. (hätte ja können, hätte sollen und werde nächstes Mal auch den Gedanken, nicht unhöflich wirken zu wollen vernachlässigen)
Nun ja ...
Immerhin gönnte ich mir den Gag, eine seiner Floskeln aufzugreifen und so wie er nun mit offenen Karten spielte und eine asexuelle Ehefrau auf den Tisch holte, setzte ich einen fiktiven Ex-Mann dazu, der mich ob meiner Asexualität verlassen hatte.
Hm, vielleicht hätte ich schreiben sollen "Ex-Mann, der mich ob meiner fiktiven Asexualität verlassen hatte"?
Egal.
Kein guter Abend.
Statt mit federnden Schritten, schlurfte ich nahezu zu meinem Auto.
Mein Auto rächte sich.
Mitten auf der Autobahn knipste es die Scheinwerfer aus und zeigte mir, was Schwärze ist.
Glücklicherweise sah ich im Fernlicht umgehend den Hinweis auf die nächste Raststätte und entschied mich ganz schnell ganz richtig, mich nicht mehr über die Scheinwerfer zu ärgern, sondern über die Raststätte zu freuen.
Und meine ADAC-Mitgliedschaft ...
Ich stellte mein Auto unter eine Laterne, telefonierte mit dem ADAC, kaufte mir eine Zeitschrift und einen Kaffee und schon bald hatte ich Gelegenheit, einem durchtrainierten ADACler zuzuschauen, wie er die Geheimnisse zweier gleichzeitig ausfallender Scheinwerfer lüftete.
Ich hätte ihm ja verraten können, dass an dieser Finsterniss ein Date mit einem negativen (und erstaunlich verheirateten!) Mann schuld war, aber ich konzentrierte mich auf holdes Lächeln und positiver Gedanken ob seiner höchst fotogenen Verrenkungen.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Regentropfen ...

Das ist ein Wetter, bei dem man besser weiße T-Shirts meidet, wenn man mit dem Hund in den Wald geht.
Hinterher ist man immer schlauer.
Vorhin habe ich eine Weile überlegt, ob ich im Wald bleibe, bis das T-Shirt wieder trocken ist, was aber eine Weile hin gewesen wäre, weil es weiterhin heftig regnete.
Ich überlegte auch, Coffee zu tragen.
Allerdings ist Coffee mittlerweile recht schwer.
Hm, vermutlich hätte ein einmaliges Anheben auch schon gereicht, denn sie haart derzeit ganz übel und außerdem hatte sie sich gerade in einer regennassen Traktor-Furche auf einem Acker gewälzt.
Naja ... ich bin dann mal wieder gerannt und habe damit wieder etwas an meinem Baywatch-Image getan.
Ich sollte mir so eine rote Rettungsboje zulegen.
Oder abnehmen.
Oder beides.

Oder in nächster Zeit einfach dunkle T-Shirts tragen ...

*grummel*

Dienstag, 21. Juli 2009

Vodafone

Kann man Vodafone dafür verklagen, was sie David Bowies Heroes angetan haben?
Wie wäre es mit einer Sammelklage?
Kommt, Leute, wir können die Welt bewegen ...

Julie Kenner

Schlecht, ganz schlecht ...
Gerade habe ich gesehen, dass "Pretty Dämon" im Mai '09 gerade erst auf den Markt gekommen ist.
Und gerade bin ich mit "Pretty Dämon" durch.
Wah!
Das heißt, es wird noch eine ganze Weile dauern, bis "Dämonen mögen's heiß" überhaupt erscheint.
Schlecht, ganz schlecht, denn eigentlich wollte ich es nur mal eben bestellen ... und lesen ...
Es ist Sommer, es ist warm, ich habe keine Kinder hier ... es hätte sooo schön sein können.

Naja, ok, es ist weiterhin Sommer, warm und kinderlos und ich habe da noch einen ganz netten Bücherstapel ...

das kurze Leben der Flora72

Gelegentlich regt man sich ja herrlich darüber auf, wie ich den Schwung Foren der Hausfrauenseite "führe".
Gelegentlich nehme ich mir das ja sogar zu Herzen.
Gelegentlich schaue ich aber in die Foren anderer Seiten und dann graust es mir und dann halte ich unsere Foren doch lieber auf dem Erfahrungsaustauschs-Kurs, statt sie in die Richtungen der Unordnung, Schlammschlachten, Werbeplattformen oder "Prominenten" abrutschen zu lassen.
Unordnung in den Foren ist mein Übelstes ... Ich kann Threads nicht von einem Forum ins andere setzen - ich kann nur löschen.
Wenn ich einen falsch gesetzten Thread lösche, gibt es die Möglichkeit, dass der Fragesteller das gar nicht merkt, da er Hilfe bei seiner Frage bekommen hatte. Oder er merkt es und passt nächstes Mal besser auf, in welches Forum er postet oder er schreit Zensur, nimmt das Löschen mordsmäßig persönlich, zählt akribisch, wieviele Postings ich von wem bisher gelöscht oder nicht gelöscht habe und stellt wilde Spekulationen an, weshalb ich wen bevorzuge.
Tue ich übrigens wirklich.
Bevorzugen.
Doch ja, ich stehe dazu.
Wer sich seit Jahren in die Seiten einbringt, mir Rezepte oder sonstige Beiträge schickt (Afrikakekse, Geburtstagskarten, Champagner und Diamanten) wird bevorzugt.
Ludwig hat ob seiner vielen Bilder und weil er meinen Humor meist trifft oder ich einfach voraussetze, dass es lustig sein soll, ich aber zu blöde bin es zu verstehen, sozusagen Narrenfreiheit.
Das ist so.
Aber auch nur fast - aus der Betroffenheitstonne habe ich ihn mal verscheucht.
Lange her.
Ähm, wo war ich?
Genau - ich räume also in den Foren auf und meist tue ich dies schnell und stillschweigend, denn wer sauer sein will, ist es eh und wer nicht dazu neigt, Dinge künstlich in den falschen Hals zu bekommen, dem brauche ich auch nicht zu schreiben, dass er das Löschen nicht persönlich nehmen soll, sondern bitte ins richtige Forum posten soll.
Auf diese Mails bekomme ich nämlich meist gruselige Antworten.
Der Renner: ich habe bewusst ins falsche Forum (Helft-Forum) gepostet, weil dort am meisten gelesen wird. Was Quatsch und unhöflich ist, denn zB das Hochzeitsforum ist zusätzlich auf der Hochzeitsseite verlinkt, das Diätforum auf der Diätseite - etc.
Oder aber ich bekomme andere unerfreuliche Antworten, die mich bei der Methode des stillschweigenden Löschens halten.
Wenn zB jemand - Flora72 - in den Club eintritt und umgehend im Forum Werbung für den eigenen Blog macht, kann ich zB schreiben:

Hallo Flora72!

Willkommen im Club :)
Hier ein Hinweis: die Foren sind zum allgemeinen Erfahrungsaustausch da und keinesfalls für Eigenwerbung.
Viele von uns verkaufen Waren oder Dienstleistungen im Internet oder betreiben Seiten, für die wir gerne mehr Besucher hätten.
Die Foren wären sehr langweilig, ließen wir dafür Werbung zu.
Wenn Du Deinen Blog im club empfehlen möchtest, kannst Du dies auf der Clubseite tun: http://www.hfsclub.de (Einige Seiten unserer Mitglieder)
Dazu musst Du lediglich auf der Eingangsseite Deines Blogs einen sichtbaren Link zur hausfrauenseite.de legen.

Viele Grüße,
die Carola


Oder ich könnte mir stattdessen einen Kaffee kochen.
Im zweiten Fall hätte ich eine leckere Tasse Kaffee im ersten Fall unverzüglich die Antwort:

für welches Produkt werbe ich denn?

ich habe ausdrücklich gesagt, dass es keine komerzielle Seite, sondern nur ein Hobby ist. Ich verkaufe nichts. Ich setzte auch keine Links zu Drittseiten und habe keinerlei WErbung auf meiner Seite. (Ein kleiner Klick zur Info hätte genügt).

Aber vielleicht kannst Du mich ganz aus Deiner Hausfrauenseite löschen, mitsamt Profil. Ich finde sie zu unübersichtlich und ehrlich gesagt... zu langweilig.. Und ich bin auch nicht an Euren Newslettern (die man zumindest einmal im jahr erhalten muss) interessiert.

In diesem Sinne


Ich hätte Kaffee gehabt und niemand hätte mir gesagt, dass er die Hausfrauenseite unübersichtlich und langweilig findet.

Übrigens bin ich alt und weise.
Will sagen, ich habe jetzt Kaffee und habe auf das Vergnügen verzichtet, in den Zickenkrieg einzusteigen und spitz zu fragen, wes Geistes Kind man sein muss, nur deshalb in einer langweiligen, unübersichtlichen Seite einzutreten, die einen noch dazu zu Newslettern nötigt, nur um Werbung für einen Blog zu machen :)

Ok, ich bin noch nicht total alt und weise, sonst hätte ich jetzt vermutlich ein dreigängiges Menue für das Mittagessen fertig, statt dieses Blogeintrages.
Aber soviel dazu, dass ich kommentarlos Threads lösche, die in die falschen Foren geklatscht werden.

...

...

...
"Prominente" - das sind die, die die Foren nicht einfach gelegentlich benutzen, sondern ein hohes Augenmerk auf ihren eigenen Stellenwert innherhalb der Foren - Hackordnung ... - legen.
Immer spannend, wer gerade versucht "Miss Forum" zu sein, also diejenige, deren Wort am meisten wiegt und die keine anderen Götter neben sich duldet.

...

ich bin es nicht :)

Mami kann gar nicht ...

Einen Anruf bei der Gemeinde später und ich kann mich wieder ruhig zurücklehnen, denn ich kann meinem kleinen Goldschatz keine Ersatzpapiere besorgen.
Das muss der kleine Goldschatz selbst tun.
Und das wird nicht ganz unwesentlichen Anteil am Reifungsprozess der jungen Dame nehmen.
Prompt muss ich an Analog-Käse denken, bzw Analog-Erwachsene, wie man diejenigen nennen könnte, die zwar über 18 sind, aber keinen Plan von gar nichts haben, weil ihre Mamis und Papis ihnen allzeit den Hintern nachtrugen und sie sich so voll und ganz auf Klingeltöne, Arschgeweihe, Piercings und sonstigen beliebten aber eher unwichtigen Teeniekram konzentrieren konnten.
Von dieser Reise kommt meine Tochter vermutlich nicht (nur) mit einem neuen Piercing zurück, sondern auch Ersatzdokumenten.
Ich bin ja sooo stolz auf sie.

Und statt nun den Vormittag im Rathaus zu verbringen, nehme ich Coffee, ein Buch, einen Thermobecher Kaffee und gehe zum See :)

Mami am Sorgentelefon

Nachdem ich gestern dann doch so allmählich dazu kam, meinen kinderlosen Status zu genießen, klingelte das Telefon und dran war ein gut eingeschluchztes Töchterlein.
Wir sind ein eingespieltes Team ...
Wenn mein kleiner Goldschatz meint, ihr sei alles zuviel und Mami soll übernehmen, zieht sie sich zurück und arbeitet daran, ein paar Tränen rollen zu lassen und den perfekten Belag auf die Stimme zu kriegen, bevor sie mich anspricht.
So auch diesmal ...
Diese Vorbereitungen dienen dem Zweck, dass ich gar nicht erst schimpfe, sondern direkt auf den "ich mach das schon!"-Trostpunkt komme.
Und zwar ist es ihr gelungen, ihren Pass zu verlieren und im Koffer ihr Shampoo auslaufen zu lassen.
Hehe, die matschige Wäsche habe ich nun nicht am Hals, aber den Job, ihr ein Ersatzpapier zu organisieren, obwohl ich sehr sehr sicher bin, dass die Engländer sie am Ende ihre Urlaubs auch ohne Pass sehr gerne wieder zu mir zurückschicken würden.
Wobei mir jeder dieser Auf-Probe-Abschiede aber auch zeigt, dass ich sie trotz aller Arbeit und sprungbrettartig missbrauchten Nerven auch sehr sehr gerne zurücknehme.
Lustig ist auch, dass solche Meldungen immer nur von ihr, der Großen, Weltgewandten kommen, während ihr kleiner Bruder dort wo man ihn abwirft immer bestens zurecht kommt.
Er lässt sich schwerlich von irgendwelchen Mängeln verwirren.
Ich habe mir bei einer Klassenfahrt mal den Gag gegönnt, nur eine Ersatzunterhose einzupacken.
Was soll ich sagen?
Er hat sie nicht gebraucht ...
Wobei diese Zeiten lange her sind.
Sehr lange.
Seinen Koffer packt auch er schon lange selbst und seit die glitschigen, comicbedruckten Satindinger aus dem Hause H&M zum modischen "Must have" wurden, ist auch der tägliche Wechsel gesichert.
Ach ja, das ist so.
Gelegentlich wird mir klar, dass ich die Zeit mit meinem Sohn regelrecht aufsaugen und auf mich wirken lassen muss, denn sobald er mal auszieht, ist sehr viel sehr vorbei und so langsam verstehe ich Mütter, die ihren Söhnen die Wäsche waschen um noch ein Stück Alltag zu erhalten.
(verstehen ist die eine Sache - es tun, die andere :)
Die Sache ist, dass mein Sohn seine Probleme einfach selbst löst und unser Verhältnis sich drastisch ändern wird, sobald ich nicht mehr das Problem bin (das es gerne ordentlich und sauber hätte), sondern mich als Teil einer Lösung (gute Tipps in unnützen Themen wie Ordnung und Sauberkeit) ins Spiel bringen möchte ...

Montag, 20. Juli 2009

Kinderlos im Norden ...

Ich habe fest vor, diesen Zustand zu genießen, aber zuerst einmal ist das nicht einfach, denn in mir gluckert leise ein Liter Kaffee vor sich hin, der mich in so einer Art Zombie-Zustand hält.
Vorhin war das noch ganz nützlich.
Vorhin war es 4 Uhr morgens, mein Töchterlein war wach und reisefiebrig und ich müde und bettschwer.
Um das reisefiebrige Kind zum Flughafen zu bringen, füllte ich alle Zwischenräume mit Kaffee, fuhr das reisefiebrige Kind zum Flughafen, küsste, winkte und stand verloren da, nachdem sie entschlossen durch die Abfertigung gestapft war.
Gerade war ich noch nützlich und Mutter und dann geht sie einfach und ich stehe unnütz im Hamburger Flughafen herum.
So schnell geht das.
Nachdem ihr Rücken und damit der Rucksack mit dem Schnuller dran außer Sicht war, fiel mein Blick auf einen Bücher- und Zeitschriftenkiosk.
Das mit dem Schnuller war garstig.
In Teenie-Augen mag dies ja ein witziges Accessoire sein, aber in Mutteraugen ist das alles noch gar nicht so lange her.
Mein Baby!
here she goes now ...
Ich tätigte einen Bücher-Frustkauf, kehrte nach hause zurück und bin müde aber unschlaffähig.
Mist.
Kinderlosigkeit genießen ist eine gute Idee.
Ausschlafen einer der Vorteile.

Freitag, 17. Juli 2009

Dank Coffee ...

Ich brauche kein Botox und so, damit mir die Männer hinterherpfeifen oder lustige Knutschgeräusche machen. Wenn man die Aufmerksamkeit netter Männer quer durch alle Altersstufen erregen möchte, braucht man lediglich einen glücklichen Labrador an der Leine zu haben.
Ungefragt erfahre ich die intimsten Details aus dem Privatleben dieser Männer:
so einen hatte ich auch mal! oder wir haben daheim einen Corgie und und und ...

Christopher Moore ...

... hat mir mit seinem Buch "Fool" einen bösen Streich gespielt.
Nicht, dass das Buch nicht gut ist, nur kann ich es leider nicht lesen, denn absolut stimmig, ist es derb.
Es geht um einen Hofnarren aus dem Mittelalter und schon aus anderen Büchern weiß ich, dass das Mittelalter nicht unbedingt meins gewesen wäre.
Christopher Moore scheint die gleichen Bücher gelesen zu haben und was er zu Papier brachte, führt zu einer ähnlichen Reaktion, wie das Charlotte Roche Hörbuch "Feuchtgebiete".
Ich mag Charlotte Roche - höhö, den Vortrag über die Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern habe ich bis auf ein Kreislauf-Schwächeln, das mit einem großen, kostenlosen Glas Cola behoben werden konnte, ganz gut weggesteckt, aber die Feuchtgebiete habe ich genau von Itzehoe bis daheim ausgehalten und dann nie weiter.
Ich dachte, nach dem schockierenden Anfang ginge es harmloser weiter, aber als ich daheim aus dem Auto stieg, juckte mein Intimbereich heftig und überhaupt musste ich duschen - gründlich und lange.
Es ist ein absolutes Erlebnis, wie Charlottes liebes kleines Stimmchen die ekligsten Dinge berichtet. Ich bin nicht prüde. Hätte sie es mit 3 Surflehrern gleichzeitig getrieben und evtl. auch noch deren Müttern, hätte ich mir vermutlich auch noch den Rest angehört, aber Hömma! sich auf einer öffentlichen Toilette hinsetzen? Hinsetzen? Auf die Klobrille?
Welche Frau tut denn so etwas Widerwärtiges?
Frauen machen auf öffentlichen Toiletten Skigymnastik, weshalb die Klobrillen auch so übel aussehen, dass Frauen auf öffentlichen Toiletten Abfahrtsläufe trainieren müssen.
Irgendeine von uns hat mal damit angefangen und nun gibt es kein Zurück mehr!
Das dürfte bereits genetisch veranlagt sein ...
Ähm, Christopher Moore ...
Ok, es geht derb zu.
Es wird nicht nur ununterbrochen gefurzt, gerülpst und herumgepoppt, sondern - und da steige ich dann wieder aus - Wände scheinen grundsätzlich gerade mit Sperma vollgekleckert zu sein.
Ich weiß nicht, was das über mich aussagt, aber die Schilderung großer, ungewaschener Schwachköpfe, die große Mengen Spermas an Wände spritzen, lässt mich unweigerlich nach einem anderen Buch greifen.
(nach einem wo Sperma dort landet, wo es hingehört: in kleinen, handlichen Kondomen und es hat eher von gutgebauten Surflehrern zu stammen!)
Ähm, auch falsch.
Ich habe umgehend zum nächsten Kate Connor Roman gegriffen - mittlerweile bin ich in Pretty Dämon angelangt.
Das ist meine Welt.
Stuart küsst Kate einmal leidenschaftlich. Kate ist nicht abgeneigt. Das Kapitel endet.
Nächstes Kapitel beginnt, Kate ist etwas müde, bricht eine Plastikschippe entzwei und rammt den scharfkantigen Stiel mitten in das Auge eines Dämonen.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Fundstücke ...

Die Susi-Suche geht weiter, denn weiterhin randalieren in meinem Badezimmer nur 6 Susis in ihren Containern.
Da wir sie alle so schön beisammen haben, starten wir heute eine große Mäh-Aktion und hoffen sehr, die letzte Susi dabei zu entdecken.
Was wir nicht gesucht, aber dennoch gefunden haben, sind diese beiden munteren Kerlchen:



Und nein, ich verrate nicht, was sich hinter den Susis verbirgt.
Wer mich kennt, oder hier schon lange mitliest, kennt die Susis und das reicht :)

Mittwoch, 15. Juli 2009

Susi-Alarm!

Gestern, am späteren Abend, klingelten meine relativ neuen Nachbarn.
Ok, so neu sind sie nicht, aber wir begegnen uns dennoch nicht oft.
Es war spät, ich wollte keinen Besuch, aber sie hatten einen Karton voller Susi.
Kurz darauf, hatte ich meine Susi zurück und sie eine Flasche Sekt für den Aufwand, denn Susi war ihnen auf ihrem Parkplatz begegnet und sie hatten aber erst beim Tierarzt erfahren, dass dies wohl meine Susi sei.
Nebenbei hatte der Nachbar erzählt, dass er die Hecke zwischen uns geschnitten hätte.
Die sei wohl noch nie geschnitten worden?
Ich sagte, ich wüsste noch nicht einmal, wessen Hecke das sei.
Gepflanzt wurde diese Hecke zwischen zwei ganz anderen Nachbarn, deren Nachfahren wir sozusagen sind.
Heute Morgen machte ich mich dann dran, Susis Fluchtweg zu finden.
Die Guteste hatte sich einen Tunnel gebuddelt - einem kleinen "Aha!" folgend, hatte ich - mit nachbarlicher Erlaubnis - meine Suche auf der anderen Seite der Hecke begonnen.
Und richtig - beim gründlichen Heckenschnitt hatte man gleich noch eine alte schäbige Kante aus Wellblech entfernt, die nur leider meinen im Boden versenkten Kaninchendraht befestigt hatte.
Keine Befestigung mehr - und schon hob Susi den Kaninchendraht ein wenig an, buddelte noch ein wenig und marschierte von dannen.
Ich entdeckte im Garten der Nachbarn einen zufällig herumliegenden Baumstamm und zerrte (und zerrte, und zerrte, ...) ihn längs vor die Hecke.
Nachher muss ich dem Nachbarn noch verklickern, dass er den Baumstamm erst einmal genau dort haben möchte.
Danach ging ich auf die Suche nach den Rest-Susis und wurde ganz bald, ganz traurig.
Im ganzen Garten nur 2 Susis.
Ich setzte sie in Plastikcontainer und suchte weiter.
Zwischendurch löste mich Oliver ab und erhöhte auf 3.
Jede in ihrem eigenen Container, die wir in den Schatten stellten und erst einmal essen gingen.
Während wir auf unsere wohlverdienten Döner warteten, ging ein heftiges Gewitter los.
Sehr heftig!
Tiefschwarzer Himmel und dicke Regentropfen.
Sehr dick und sehr viele.
Vor meinem inneren Auge sah ich folgendes vor mir: verzweifelte Susis in Plastikcontainern mit rasch ansteigendem Wasserpegel.
Susis können nicht schwimmen.
4 verschollen - 3 ertrunken?
Ich stürzte mich hinaus in den Regen und joggte um den Block zu meinem Auto.
Zwischendurch bekam ich anerkennende Pfiffe von der sozialen Randgruppe des Dorfes, die es sich mit einigen Dosen Bier unter dem Vordach der Kik-Boutique gemütlich gemacht hatten und denen meine wogende Oberweite unter dem klatschnass ganz leicht transparenten T-Shirt wohl zusagte.
Seit Baywatch hat man so etwas Schönes halt kaum noch gesehen ...
Daheim schnappte ich mir die 3 Container, die glücklicherweise alle etwas schräg standen, so dass die Susis nicht in unmittelbare Gefahr geraten waren und schleppte sie - nachdem ich das Wasser abgegossen hatte - ins Haus - wo sie gerade einen ziemlichen Krach veranstalten, denn mittlerweile sind es 6 Susis in 6 Plastikcontainern und jede einzelne sucht einen Fluchtweg ...

Manchmal ...

... fühle ich mich versucht, irgendwo anzurufen und mit stark italienischem Akzent:

Isch abe überhaupt keine Penis!

zu sagen.
Ausgelöst wird dieser alberne Gedanke gerne durch Mails folgenden Inhalts:

Liebe(r) Carola,

der Penisexpander PeniMaster aus Deutschland wurde zur operationsfreien plastisch-kosmetischen Verlängerung,
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1. Penimaster - Verlängerung, Verdickung und Begradigung
Eine Entwicklung aus Deutschland

Sonntag, 12. Juli 2009

Flensburg

Gestern habe ich mich verfahren und bin mit meiner Tochter prompt in Dänemark gelandet.
Das ist hier so, wenn man Flensburg verfehlt, landet man in Dänemark.
Michaela fand das aber cool, denn in Dänemark war sie noch nie und so aßen wir jeder einen landestypischen Hotdog mit 3 Saucen, krümeligen Trockenzwiebeln und Gewürzgürkchenscheiben und dann fuhren wir wieder zurück - nicht ganz - diesmal fanden wir Flensburg.
Dort konzentrierten wir uns auf die Sehenswürdigkeiten für Teenager, als da seien H&M, NewYorker und andere Boutiquen ...
Immerhin bekam ich es hin, den Rückweg am Hafen vorbei zu legen, so dass wir in den Genuss des Hafenfestes und der tutenden Dampfschiffe kamen, denn Flensburg feiert seinen 750sten Geburtstag.
Sehr nett.
Habe ich schon mal erwähnt, dass ich den Norden mag?
Ich mag den Norden ...
Und nicht nur ich.
Samstags ist es sehr sinnig, lieber gen "noch mehr Norden" zu fahren, denn Samstag ist Bettenwechsel und die Autobahnen voller NRWler, die herkommen und dem Regen nicht halb so entspannt gegenüberstehen wie wir.

Abends lagen wir dann ermattet vom Shoppen und Nein-Sagen + Portemonnaie gut Festhalten in der Hängematte, als ein Igel auf unsere Terrasse kam.
Den fanden wir auch toll.
Alle
Coffee steckte ihren halben Kopf aus der Katzenklappe um besser sehen zu können, Mikesch erklimmte die oberste Etage des Katzenbaums und der Rest guckte einfach so.
Ich schnitt schnell etwas von den Sonntags-Steaks ab, gab es in eine Schüssel und stellte es neben den Igel, der sich sehr überzeugend sehr tot stellte.
Er stellte sich noch eine Weile ganz tot, bis er überzeugt war, dass er uns alle getäuscht hatte.
Dann rannte er schnell weg.
Coffee nahm den halben Kopf aus der Katzenklappe, Mikesch stieg vom Kratzbaum, trat aus der Katzenklappe und fraß kleingeschnittenes Steak.
Mikesch meint bestimmt, der Igel solle ruhig öfter kommen.
Oliver fand vorhin die leere Schale und meinte, der Igel sei bestimmt wiedergekommen als wir schliefen um das Steak zu fressen.
Mikesch und ich schwiegen, denn wir sind keine Spielverderber.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Ich mag den Kölschen Klüngel!

Heute durfte ich am eigenen Leib spüren, dass Beziehungen tatsächlich nur dem schaden, der sie nicht hat.
Stellt Euch mal vor, jemand hat ein wenig Macht und lässt Euch das so richtig ätzend spüren.
Und nun stellt Euch mal vor, eine Freundin weist Euch daraufhin, dass ein alter Kumpel von Euch mittlerweile der Leiter der Personalabteilung dieses Jemanden ist und ein Telefonat später geht ein Schuss so richtig schön nach hinten los.
Meine Güte, ich wusste nicht, dass es so einen Spaß machen kann, sich zurückzulehnen und einmal boshaft zu grinsen.
Ich habe mir sogar die Hände gerieben, fand daran aber wenig Vergnügen und habe mir stattdessen dann lieber noch einen Kaffee aufgebrüht.
Kaffee passt immer ...

seichtes Lesefutter

Wie erwähnt, habe ich mich an den Frauchen-Vampir-Romanen überlesen.
Ich fürchte, dass ich in diesem Leben nicht mehr von einem frech naiven frisch gebissenen Weibchen lesen kann, ohne das Buch umgehend mit Schwung über meine rechte Schulter zu schleudern und laut *uärgs* zu rufen.
Aber ...
... aber ich habe nun ein ähnlich seichtes Lesevergnügen in Form einer Dämonen-Jägerin entdeckt und muss mich jetzt nicht durch Kafkas-Gesamtwerk lesen.
(irgendwie ist mir danach zu erwähnen, dass ich dies übrigens mal getan habe - auch mit dem dringenden Wunsch gelegentlich laut *uärgs* zu rufen oder von der nächsten Brücke zu hopsen)
Solcher Lesestoff ist aber nicht mamialltagstauglich.
Derzeit brauche ich Bücher, die in der Form geschrieben sind, dass man sich auch dann auf Inhalt und Atmosphäre einlassen kann, wenn man alle 12 Sätze lang mal eben kocht, putzt, Kinder chauffiert oder erzieht, einem dussligen Labrador den Ball aufs Feld wirft etc.
Ich danke derzeit Julie Kenner für das passende Lesefutter, denn ihre Kate Connor bewegt sich in genau diesem Umfeld, nur jagt sie nebenbei heimlich Dämonen und ich hoffe leise auf den Tag (das Buch) an dem Kate Connor auf Elisabeth Taylor von Mary Janice Davidson stößt.
Immerhin hat sie vor ein paar Seiten einen Sinclair zur Strecke gebracht.
Also, wer mir folgen möchte, beginnt mit Dämonen zum Frühstück

Dienstag, 7. Juli 2009

Die Himbeeren sind reif ...

... und so kommen wir bei den Hunderunden nur sehr langsam voran ...
Oder liegt es an dieser schweißtreibenden Schwüle?
Wenn es hier im Norden schon schwülwarm ist, möchte ich gar nicht wissen, wie sich Köln derzeit anfühlt. Klebrig bestimmt ...
Jedenfalls ist hier im Blog derzeit herzlich wenig los, weil ich meinen Computer sehr gerne sehr zuklappe und mich lieber in die schattigen Regionen des Gartens verkrümle.
Mein Sendungsbewusstsein nimmt bei Wärme schwer ab und die Einsicht, dass die Welt auch hervorragend ohne mein Gesabbel auskommt, entsprechend zu ...

Samstag, 4. Juli 2009

älter ...

Ich möchte allen danken, die an meinen Geburtstag gedacht haben.
Allen anderen ein höchst souveränes: pffft!

:)