Freitag, 3. Februar 2017

Deutsch ist Amtssprache!

Seit 2 Tagen wühle ich mich durch ein Formular.
Mittlerweile wühle ich mich übrigens beruflich durch Formulare.
Bin also mittlerweile ein bezahlter Gutmensch.
Das finde ich echt prima!

Aber dieses Formular ist noch Hobby, denn es ist das Formular das der Schwager eines ExMündels bekam.
Um Kindergeld zu beantragen.
Wir haben nun mittlerweile fast alle Dokumente zusammen, die dafür nötig sind.
Nur: ein Dokument gibt es einfach nicht.
Das jüngste Kind kam nämlich etwas überraschend auf die Welt.
Nach einem Autounfall während der Flucht - bei Regen in einem Wald noch nicht ganz in Deutschland.
Was dann fehlt, ist eine Geburtsurkunde.
Das Kind hat aber mittlerweile einen Pass.
Nun wollte ich gern telefonisch klären, ob eine Kopie des Passes für den Antrag ausreicht.
Nach ein paar Runden durch die Warteschleife erreichte ich einen Sachbearbeiter.

Ich nannte ihm das Aktenzeichen und erfuhr von ihm, dass er mit "dem Betreffenden" selbst sprechen müsste.
"Können Sie englisch?", fragte ich freundlich und bekam ein "die Amtssprache ist deutsch!" zur Antwort.
Also eigentlich ein

die Amtssprache ist DEUTSCH!

Ich wollte schon strammstehen ...
Aber ok, ich stellte das Telefon laut und reichte das Telefon "dem Betreffenden", der todesmutig ranging.
Die Frage nach seinem Namen konnte er locker beantworten.
Bei der Frage nach seinem Vornamen wiederholte er schlicht seinen kompletten Namen.
Auch den Wohnort bekamen wir hin.
Was dann kam, werde ich künftig mit allen üben (bzw. wir haben es danach auch gleich geübt ...)
"Ihr Geburtsdatum!"
"Moment", sagte der Betreffende und nahm seinen Pass aus seiner Tasche.
Was macht er da?, grübelte ich leise.
Der Betreffende blätterte in seinem Pass und las vor:
2 ... 3 ... 1 ... 1 ...
Mein ExMündel kicherte auch und sagte zu seinem Schwager: Dreiundzwanzig November!
1980 ... war dann noch so eine Geschichte für sich.
Und überhaupt nenne ich hier auch nicht das tatsächliche Geburtsdatum :)

Nachdem das geschafft war, forderte ihn der Sachbearbeiter auf, ihm wieder "diese Frau da!" zu geben.
(weshalb ich zu Beginn immer die Namen meiner Gesprächspartner notiere ...)

"Eigentlich darf ich das so nicht akzeptieren", teilte mir der nette Sachbearbeiter mit.
Daraufhin teilte ich ihm mit, dass der Integrationskurs des Betreffenden erst nächste Woche beginnt und er, weil er eben noch kaum Deutsch kann ja für einen ... Dolmetscher gesorgt hat.
Sie sprechen afghanisch???, fragt er mich prompt.
Dari, verbessere ich ihn.
In Afghanistan spricht man Dari, persisch oder paschtu.
Bzw. deren Persisch heißt Dari?
Mein Wissen über Afghanistan ist begrenzt und natürlich spreche ich weder Paschtu, Dari, Persisch ...
Nö, aber ich spreche "Formulardeutsch" - sehr hilfreich ...

Uuuuuund so kommen wir auch ans Ziel.
Ich darf statt einer Geburtsurkunde eine Passkopie beilegen, wenn ich eine Erklärung anhefte, weshalb es keine Geburtsurkunde gibt. Und sehr hilfreich, ich kann auch gleich ein "nach telefonischer Rücksprache mit Herrn ... am ... " dazu setzen.

Danach haben wir dann bei einer frischen Tasse Kaffe die Geburtsdaten der ganzen Familie geübt, wobei die Töchter ihre schon fließend konnten.
Ich gebe zu, es wirkt tatsächlich ein wenig befremdlich, wenn jemand sein Geburtsdatum mühsam nachschlagen muss.
"Meine Afghanen" können das jetzt fließend.
Mit "Neunzehnhundertirgendwas"!
Das eigene Geburtsdatum in Deutsch ist übrigens keine reine Übersetzungssache.
Von unseren Jahreszahlen muss man 621 abziehen, um auf den gregorianischen Kalender zu kommen.

Ach, guckt mal hier:
afghanischer Kalender
Da findet Ihr den Kalender von 2014 - bzw. 1393

Übrigens:

trotz seines spröden Charmes, war der Sachbearbeiter sehr hilfreich!
Immerhin haben wir den Antrag nun "eintüten" können und ich weiß, welches Telefondeutsch ich mit kommenden "Betreffenden" vor dem nächsten Telefonat üben muss.
Es ist kein Fehler, seinen Namen, Wohnort, Geburtsdatum auf Deutsch Telefon-verständlich nennen zu können.
Und wenn das eine Vorgabe von Amts wegen ist, dann ist das so.

Wie sagt der Dschungelkönig so schön:
die Rägels sind die Rägels!





Donnerstag, 12. Januar 2017

Eben bei den Flüchtlingen - Mütter sind so peinlich!

"Meine Mutter wünscht dir, dass deine Tochter viel Erfolg im Studium hat!",
übersetzt eine 15Jährige mir das, was ihre Mutter gerade gesagt hat.
Die Mutter spricht weiter.
Und etwas ratlos fügt der Teenie an "sie möge den Doktor machen!"
Ungewöhnlich, denke ich, da mir die Mütter sonst immer eher Enkelkinder wünschen, und dass sich meine Tochter zuvor gut vermählt.
Außerdem wünschen sie mir gern einen Ehemann und bedauern mich leise, weil ich nur 2 Kinder habe.
Und jetzt wünscht mir jemand, dass meine Tochter mit viel Erfolg studiert.
Ich lächle die Mama freundlich an, die Mama lächelt freundlich zurück und zeigt Gesten, wie ein Ring auf den Ringfinger gesetzt wird und dann einen dicken Babybauch.
Ich grinse unsere junge, schummelnde Dolmetscherin an, die peinlich berührt
"Oh, Mama ..." seufzt.

Eines ist international:
Mütter sind peinlich!
(zumindest die Guten :)

Montag, 5. Dezember 2016

17 jähriger Afghane

Nein, ich werde nicht weiter auf die traurigen Nachrichten der letzten Tage eingehen.
Gestern habe ich etwas fassungslos bei Twitter herumgelesen und den Eindruck gewonnen, dass es unter den Deppen wohl eine Art Verpflichtung zu geben schien, Frau Merkel für einen Mord in Freiburg zu "danken".
Wenn Frauen ermordet werden, stecken meist Männer dahinter.
So auch diesmal.
Erschreckend, dass er erst 17 ist - Grund für Populismus:
es handelt sich um einen Afghanen.
"Jetzt bringen die schon unsere Frauen um!", las ich.
Ob der das Besitz ergreifende "unsere Frauen" und seine eigene, reparaturbedürftige Grundeinstellung Frauen gegenüber wohl irgendwann mal bemerkt?

Gut, warum schreibe ich?
Einfach, damit man zu 17 jährigen Afghanen auch noch etwas anderes findet, als gruseligen Populismus.
Ich war heute mit einem 17jährigen Afghanen beim Amt.
Das BAMF hat nämlich den Eingang seines Asylantrags bestätigt und dann hat man exakt 3 Werktage Zeit, die Ausstellung einer Aufenthaltsgestattung zu beantragen.
Und nein, Afghanistan ist nicht pauschal ein sicheres Land und doch, viele Afghanen haben sehr triftige Gründe, hier Asyl zu beantragen. Taliban zB.
Und als die Bundeswehr in Afghanistan Angestellte suchte, hat sie recht offensiv die Möglichkeit erwähnt, dass man in Deutschland Asyl finden sollte, wenn man ob der Arbeit für ISAF später um Leib und Leben fürchten müsse.
Konkret wurde den ISAF Angestellten gesagt, dass sie und ihre Familien dann in Deutschland Aysl bekämen.

Ein Punkt, den wir dann mit der Hilfe von Dolmetschern sehr gründlich erklären müssen, ist dann das Wort "Familie".
Was die Männer, die für ISAF arbeiteten, damals nicht recht ahnten, war dass Familie bedeutet:

Du, deine Ehefrau und deine Kinder

Erkläre mal 3 Brüdern und ihren 2 Schwestern, dass sie übrigens 5 Familien darstellen.
Gelegentlich lachen auch Deutsche erst mal ...
Besonders interessant wird das, wenn zB der älteste Bruder für ISAF gearbeitet hat.
Der ist dann zB Mitte 40.
Seit dem Tod der Eltern lebten zB auch noch 1-3 jüngere Schwestern und Brüder bei ihm, seiner Frau und seinen Kindern und sind auch mit ihm nach Deutschland geflohen. Wenn eines dieser Geschwister unter 18 ist, ist es übrigens ein alleinreisender, minderjähriger Flüchtling (da der Bruder halt nicht seine Familie ist ... nach unserer Bürokratie)

In Afghanistan mag sich der große Bruder um alles gekümmert haben - hier kann er das nicht, denn wenn er kein Deutsch kann, kann er sich eben nicht um seine Geschwister kümmern. Alle Minderjährigen brauchen dann einen Vormund. Ohne Vormund können diese alleinreisenden Minderjährigen auch keinen Asylantrag stellen.
Da kommen dann wir "Gutmenschen" ins Spiel ...

Ich habe langsam richtig Übung bei der Sache und weiß nun, wann ich wo welchen Antrag zu stellen und welches Formular wie ausgefüllt werden muss. Und bei welcher Familie ich besser 2 Tage vor einem Besuch nichts esse, damit ich dann dort hinreichenden Appetit für einen Tisch voller "Kleinigkeiten" habe.

Und wann in welchem Amt die Schlangen nicht zuuuuuuu lang sind.

Heute waren wir also in der Ausländerbehörde, was mir ehrlich gesagt Spaß macht.
Ich komme nicht oft ins Ausland und so ist das Wartestündchen dort immer ein wenig wie "Instant-Fernreise".

Am Schalter sitzt meist eine Frau und arbeitet sich nach und nach durch die Reihen.
Ich bewundere oft die Menschen, die noch so gar keine Ahnung von unserer Schrift oder Sprache haben, aber genau wissen was sie wollen und sich irgendwann auch verständlich machen.
Oft sprechen sie etwas lauter in der berechtigten Hoffnung, dass irgendwo in der Schlange jemand steht, der sie versteht und auch schon etwas deutsch kann.
Manchmal muss man dazu eine Weile in der Landessprache bleiben und so lange sein Anliegen wiederholen, bis die Schlange eben lang genug geworden ist, um die passenden Dolmetscher zu enthalten.

Heute schien so ein Herr schon fast fertig, aber seine Unterlagen machten ihn nicht glücklich.
Zuvor hatte er erklärt, sein Sohn sei in der Türkei.
(ok, es war "Sohn Türkie!"
"Ihr Sohn ist in Kiel?", hatte die Sachbearbeiterin gefragt
und die komplette Reihe der Wartenden hatte mit "nein, in der Türkei!" geantwortet
Privatsphäre ist dabei absolut nicht sinnvoll oder gewünscht)

"Baby?!", sagte er
"Aber Sie sagten doch, Ihr Sohn sei in der Türkei!"
Gemurmel in der Reihe - die Lösung: das ist ein Opa!
Der Sohn ist noch in der Türkei - der Opa und der Enkel sind schon hier.
Spannend :)

Die Sachbearbeiterin braucht ein Geburtsdatum des Enkels und ich hätte gern einen Kaffee.
Ihr Wunsch wird erfüllt, meiner nicht.

Der Opa zeigt ihr bereitwillig ein Formular.
Mit der Schrift kann die Sachbearbeiterin so gar nichts anfangen.
3 junge Männer springen zur Hilfe - gemeinsam wird das Geburtsdatum des Enkels ergründet.
"206!"
Gemeint ist natürlich 200 6 - also 2006.
"Nix Baby!" grummelt es - und der Opa lernt das Wort "Kind"
Wenig später hat man Verständnis für die Wünsche der Sachbearbeiterin nach einem Monat und Tag zum Jahr und schon kann sie irgendwelche Papiere hervorwühlen und der nächste ist dran.

Hinter uns steht mittlerweile ein echt ekliger Kerl.
Mittelgroß, mittelbehaart, dunkel und eklig.
Ich gucke ihn zweimal böse an.

Nein, ich habe nicht das Lager gewechselt!
Er IST eklig, denn er zieht hoch.
Das kann ich ja gar nicht leiden!
Noch einmal gucke ich ihn böse an und prompt grummelt er "Nazi!"

"Mein" Afghane kichert und drückt ihm ein Taschentuch in die Hand.
Es wird benutzt.

Die Kraft meiner bösen Blicke ... gewisse Afghanen haben sehr schnell mitbekommen, dass ich auch das Knacken mit Fingergelenken so gar nicht leiden mag.

Der nächste Knabe möchte eine Schulbescheinigung.
"Für Deutschunterricht?", fragt die Sachbearbeiterin.
"Ich bin 16!", erklärt der Knabe.
Und hey, jetzt kann ich weiterhelfen, denn ich weiß, dass er eine Bescheinigung für die Schule braucht, weil er Unterricht versäumt hat, weil er den Vormittag im Amt verbracht hat.
Und bei den tollen "du hast genau 3 Werktage Zeit"-Fristen, kann man nicht auf den Wochentag mit den Nachmittagsterminen warten ...

Wir rücken auf und auf und auf und ich muss sagen, dass ich die Sachbearbeiterinnen jedesmal ein wenig bewundere und mich deshalb auch immer bemühe, mein Anliegen unter Einsatz von locker 3 Begriffen aus dem allerbesten Amtsdeutsch zu äußern.
"wir möchten die Ausstellung einer Aufenthaltsgestattung beantragen!"
Ja, Ausstellung, Aufenthaltsgestattung und beantragen.

Dann übrigens bekommen wir erst unsere Wartenummer und das eigentliche Warten beginnt.

Ich mache den Kram gern - es entschleunigt mein Leben.
Und nein, ich mache es nicht, weil ich der Meinung bin, dass Flüchtlinge die besseren Menschen sind.
Unter ihnen gibt es auch Arschlöcher und Leute, die hochziehen (yuk) ... die meisten "Gutmenschen" erledigen solche Aufgaben, weil sie nun einmal getan werden müssen.
Und weil es spannend und interessant ist.
Weil es etwas für die Allgemeinbildung tut - nebenbei begreift man, was Taliban sind und wenn ein besorgter Bürger fragt, warum überhaupt Menschen aus Afghanistan kommen, kann ich locker ein paar real existierende Asylgründe nennen.

So, das war ein Vormittag in der Ausländerbehörde.
Donnerstag geht es dann mit einem anderen "Alleinreisenden" ins Jugendamt.





Donnerstag, 3. November 2016

Flüchtlinge lassen Frau und Kinder im Stich ...

Hach ja ...
Privat bin ich übrigens umgänglich.
Das heißt, es kommt durchaus vor, dass ich gemütlich mit besorgten Bürgern beim Kaffee sitze.

Neuen Bekannten sage ich immer kurz, dass ich übrigens in der Flüchtlingshilfe aktiv bin, bevor wir dann durch 1.000 andere Themen schlendern.
Am Wochenende sagte dann jemand, er fände es doof, wenn man alle Pegida-Anhänger immer gleich Nazi schimpfen würde.
Ich gab ihm fröhlich Recht, denn ich finde das völlig unnötig.
Nazi, Pegida, Reichsbürger, Depp ... für mich alles eine Kelle aus dem gleichen braunen Eintopf.
Und ja, diese Leute können natürlich allesamt sehr nett sein - immerhin bin ich blond, blauäugig, Mutti und in 5. Generation Deutsch ... da lernt man den braunen Eintopf von der leckeren Seite kennen und man hat auch immer die Wahl, Dinge zu überhören oder darauf anzuspringen.

Im Realleben mache ich das "gemäßigt".
Es hat keinen Sinn, den Leuten derart Meinung um die Ohren zu hauen, dass man dort nie wieder Kaffee bekommt - bzw. dass die einem gar nicht mehr zuhören.
Und dann muss ich ja zugeben, manche sind tatsächlich "besorgt".
In diesem Fall besorgt, weil ein Gebäude in der weiteren Nachbarschaft bald 360 Flüchtlinge beherbergen soll.
Da kann ich nur zustimmen:
das ist doof!
Auch für die 360 Flüchtlinge, die sicher nicht vorhatten mit 359 anderen irgendwo hinter den sieben Bergen bei den besorgten Bürgern in ein Wohnheim gestopft zu werden.
Und jetzt geht schön raus und integriert Euch ...

Sicher alles junge Männer, die Frau und Kinder im Stich lassen und dann hier
- jetzt kommt wahlweise "schmarotzen" oder "uns die Jobs wegnehmen"

Auf das Frau und Kinder im Stich lassen kann man vorsichtig einsteigen, denn viele haben einfach unsere Familienstrukturen vor Auge.
Die stellen sich vor, wie sie das Land verlassen und ihre Frau dann ganz allein mit ihren statistischen 1,5 Kindern in einer Wohnung sitzt und rechts und links fallen die Bomben vom Himmel.
Jedenfalls hatte ich das durchaus vor Augen und erst mit der Zeit begriff ich:
(Vorsicht, jetzt kommt eine grobe Verallgemeinerung!)
Ah, die haben gut 8 Geschwister und dort bringen sie Frau und Kinder unter, bevor sie sich auf den Weg machen!
Die Fluchtwege sind verdammt gefährlich und so sind die Männer vorgegangen, um ihre Familien dann auf sichereren Wegen nachzuholen.
Allerdings haben sie ihre Familie dann sicher bei ... Familie untergebracht.
Wir haben oft wundervolle Kommunikationsprobleme, weil Flüchtlinge gern jeden "Bruder" nennen.
Auch Leute, die lediglich aus dem gleichen Ort stammen - aber spätestens beim Asylantrag sehen wir dann, dass meist tatsächlich beneidenswert viele Brüder vorhanden sind.

Mittlerweile hat es sich auch ein wenig gewandelt.
Wir bekommen immer weniger junge Familienväter zu sehen.
Die Familien ermöglichen jetzt den jüngeren Männern die Flucht - werfen möglichst viel Geld für Schlepper zusammen.

Oh, oh, ich gerate wieder an den Punkt, wo ich mich darüber aufregen will, dass wir keine sicheren Fluchtwege und die Möglichkeit eines Asylantrags noch im Heimatland schaffen ... dann hätten wir kein "nur junge Männer" und auch tausende Todesopfer bei der Flucht wären unnötig.

Nein, alles was ich sagen wollte war:
nein, sie lassen ihre Frauen und Kinder nicht im Stich, sondern bringen sie bei der Familie unter, die dort aus sehr viel mehr Menschen besteht, als bei uns.

Mein Kaffeepartner war jedenfalls überrascht und einsichtig.
"Ach ja, da habe ich ja gar nicht drüber nachgedacht!"

Und nein, er ist jetzt kein Flüchtlingshelfer geworden, sondern noch immer wegen der neuen Nachbarschaft besorgt.