Freitag, 20. November 2009

make an educated guess



Wie ich so die Schillerstraße gucke und an meinem Mann herumstricke, fällt mir für Euch doch ein wunderbares Rätsel ein:

Welches Körperteil wird das?

Na?
Na???

Coffeecam

Donnerstag, 19. November 2009

die bohrendsten Dr. Sommer Probleme der Woche ...

"Er zeigt allen die Nacktfotos von mir!" - Katrin, 15
"Ich will weg von den Drogen!" Oskar, 16

...

Affiliate-Programme

Mir fällt auf, dass ich immer öfter von Betreibern von Affiliate-Programmen nicht nur angeschrieben, sondern mittlerweile auch noch angerufen werde.
Was mich grinsen lässt.
Ich selbst habe ein dickes Häkchen an solche Programme gemacht.
Anfangs verdiente man noch pro Klick und wenn man etwas geschickt Affiliate-Partner aussuchte, die die Besucher auch interessierten, konnte man daran durchaus etwas verdienen.
Leider möchten im Internet mehr Menschen etwas verdienen, als Geld in die Werbung gesteckt wird und so drückten die Affiliates die Verdienstraten immer weiter in den Keller.
Erst verdiente man pro Klick immer weniger, schließlich verdiente man nur noch, wenn die Besucher auch etwas kauften.
Diese Einnahmen bekam man erst direkt, dann ein Quartal später und auch dort sanken die Einnahmen prozentual immer weiter.
Ein Beispiel?
Am Affiliate-Programm einer bekannten Kaffee-Rösterei, bei der die meisten alles kaufen, aber keinesfalls Kaffee, verdiente ich innerhalb eines Jahres 5,- Euro.
Ich gönnte mir das Vergnügen der Political Correctness und wischte diesen Partner ganz von meiner Seite und kann nun gut behaupten, dass ich lieber auf die Werbeeinnahmen verzichte, als für jemanden zu werben, der in Indien Kinderlein vom Schulbesuch abhält ...
Nach und nach habe ich fast alle Affiliate-Programme entfernt.
Auch die, die noch laufen, bringen eher weniger Einnahmen, aber den Besuchern durchaus einen gewissen Nutzen, denn ob es zum aufgerufenen Thema gerade Auktions-Angebote und/oder Bücher gibt, ist oft interessant.
Alles andere wiegle ich kurz ab, denn der Einbau der Banner macht Arbeit, die ich mir spare, wenn mir der Nutzen gering scheint.
Die armen Telefon-Lakaien dieser Partnerprogramme locken mit wirklich gut klingendem Blabla und Erfahrungswerten, die ich nicht bestätigen kann.
Ich habe da eine höchst frauenrelevante Seite mit 30.000 BesucherInnen am Tag - sauviele PIs - und die Erfahrung, dass Partnerprogramme nur nervig blinken, viel Arbeit im Einbau machen und ach ja, kein Geld einbringen.
Ich biete jedesmal an, zu einem jährlichen Festpreis bei mir zu werben. (ok, nicht jedesmal - manche "Produkte" sind schlicht zu abstoßend) und ist das nicht lustig:
eben noch prognostiziert mir der Partnerprogramms-Lakai Einnahmen im locker 4-5stelligen Bereich und wenn ich dann juble:
Klasse! Da habe ich ja DAS Angebot für Sie! Sparen Sie echt Geld und zahlen im Jahr 800,- Euro + MwSt!
beginnt der Lakai zu stottern und will sich nach Rücksprache wieder melden.
Was soll ich sagen?
Das ist wie mit den Leuten von "Neighbours", die nach Darwin gezogen sind:
They never come back!

Und ein Partnerprogramm, das mir nach wohl realistischer(er) Einschätzung des Affiliate-Anbieters keine 800,- Euro pa einbringt, lockt mich nicht.


--- und was mich jetzt grinsen lässt, ist der Umstand, dass sich auf ein derartig verlockendes Angebot:

- Wir stellen Ihnen Standardwerbemittel (160x600, 728x90, 300x250, 468x60) mit unterschiedlichen Motiven, Logos und Textlinks zur Verfügung.

- Sie erhalten eine Provisionsvergütung von 3% netto (exkl. MwSt.), für die über Ihre Seite generierten und bereinigten Netto-Shop-Umsätze.

- Die Abrechnung und Provisionsausschüttung erfolgt im dritten Monat nach dem Monat, in dem der Netto-Umsatz generiert wurde.

- Das Fress***-Private-Affiliate-Netzwerk startet zunächst im Rahmen einer Testphase, welche am 31.03.2010 endet. Für den Zeitraum der Testphase ist der maximale monatliche Provisionsbetrag auf 500,- € beschränkt.


nun wohl kaum jemand angesprungen ist.
trotz dieser vorsorglichen Provisionsbetrags-Beschränkung, die vermutlich bei keinem einzelnen Seitenbetreiber je nötig wäre, aber doch erst einmal verlockend klingt - hey, 500,- Euro im Monat? Cool ...

Coffeecam

Couch Surfing von Brian Thacker

Jetzt habe ich fast das Couch Surfing vergessen.
Der offizielle Untertitel lautet: Eine abenteuerliche Reise um die Welt.
Was ein mittelalter männlicher Australier so unter Abenteuer versteht.
Halt: mittelalter, verheirateter Australier.
In seinem Buch erfahren wir mehr über das Bier all der bereisten Länder, als ich je wissen wollte und eher weniger über die Menschen, die anderen via Internet eine Couch zum Schlafen anbieten.
Kein Scherz, die Beschreibung eines belgischen Bieres, nimmt mehr Raum ein, als sein Besuch beim Taj Mahal.
Überhaupt Belgien ...
Brian wird von seinem Gastgeber vor die Wahl gestellt, sich eine Kirche anzuschauen, die bekannt ist für ihre beeindruckende Sammlung von Rubensgemälden oder lieber ein Bier zu trinken.
"Ich entschied mich für die beeindruckende Sammlung in edelster Handarbeit gebrauter Gerstensäfte."
Und so geht das Buch dann auch nett weiter:
"Diese kleine Schänke hatte 280 Biersorten zur Auswahl ... ... ... ..."
In nur 317 kurzweilig zu lesenden Seiten bereist Brian Thacker Chile, Brasilien, die USA, Kanada, Island, Belgien und Luxemburg, die Türkei, Kenia, Südafrika, Indien und die Philippinen.
15 Länder, 23 Sofas
Das Bier hat überall gut geschmeckt, die Menschen waren überall nett.
Das klitzekleine Problem mit Brian Thacker ist, dass er mittlerweile 77 Länder bereist hat und in seinem Couchsurfing-Buch kaum staunt, sondern sehr routiniert zurechtkommt (und Bier trinkt :)

Wenn meine Nachbarin mit dem Auto mal aus Hamburg zurückkommt, klingt das schlicht abenteuerlicher. 3 spurige Straßen! - aber dafür erfährt man von ihr auch wenig über Bier :)

Mich hat es jedenfalls auf die Sache mit dem Couch Surfing neugierig gemacht, wenngleich ich mir auch nicht vorstellen kann, dass irgendwer je in dieses Kuhdorf hier möchte (außer mir natürlich!)
Noch dazu ist Couch Surfing mittlerweile derart populär geworden, dass es sogar in meinem Kuhdorf schon länger eine einladende Gästecouch auf Surfer wartet.

der Amazon-Link:
Couch Surfing von Brian Thacker

Die Bibel & ich ...

Ich beginne zu grübeln, ob A.J. selbstauferlegte Zwanghaftigkeit evtl. ansteckend ist, denn ich lese nun brav täglich einen Monat seines bibeltreuen Lebens und mache mir doch so meine Gedanken über seinen wachsenden Größenwahn.
Mir scheint, er meint durch das Ableisten selbst unsinnigster Rituale nicht nur Gott zu erfahren, sondern vielmehr auch noch ihn zu beeinflussen und von Gott wahrgenommen zu werden.

"Es wr ein toller Moment. Als hätte man mir nach langem Warten endlich Einlass in die heiligen Hallen eines geweihten Nachtclubs gewährt."

"Womöglich tat Gott das Gleiche ja jetzt mit mir."

"Der Weise von Wilna wäre stolz auf mich."


Spontan muss ich an "ein Fisch namens Wanda" denken, in dem Otto Wanda DEN schlagenden Beweis seiner Intelligenz präsentiert:

Otto West: Don't call me stupid.
Wanda: Oh, right! To call you stupid would be an insult to stupid people! I've known sheep that could outwit you. I've worn dresses with higher IQs. But you think you're an intellectual, don't you, ape?
Otto West: Apes don't read philosophy.
Wanda: Yes they do, Otto. They just don't understand it. Now let me correct you on a couple of things, OK? Aristotle was not Belgian. The central message of Buddhism is not "Every man for himself." And the London Underground is not a political movement. Those are all mistakes, Otto. I looked them up.

Ach ja ... schöner Film ... witzig fand ich, dass Otto in Deutschland bei einer Liedzeile in Deutschland "zensiert" wurde und man ihn singen sah, aber sprechen hörte ...

Egal, zurück zu A.J.: meine Angst vor den Amerikanern wächst, denn A.J. gibt einen furchterregenden Einblick in die Denke derer, die sich hinter der Bibel verschanzen und stupide Rituale weit vor ein nunja, gottgefälliges Leben stellen.
Bisher jedenfalls hat A.J. nichts, wirklich rein gar nichts getan, das irgendjemandem irgendwie nutzt. Ok, er hat die Idee, einen Zehnt seines Einkommens zu spenden vor Monaten in Angriff genommen, aber seither lieber Hühner geopfert, einer Taube ein Ei geraubt, sich Geld an die Hand gebunden, sich die 10 Gebote an den Türrahmen geschrieben und um den Kopf gewickelt, seinen Bart wachsen lassen und seine Frau in unzählige peinliche Situationen gebracht.

Öhm, wobei ich das übrigens hochinteressant finde und er das alles auch recht gut schreibt.
Insgesamt kein Buch, das in der Ecke landet - sondern eins über das ich mich ganz gerne aufrege ...



der Amazon-Link:
Die Bibel und ich: Von einem, der auszog, das Buch der Bücher wörtlich zu nehmen

Kekse ...

Doch ja, ich liebe meinen Job.
Und die Idee, zu den Rezepten Druckversionen zu erstellen, war (bzw ist) überfällig, denn ich nutze meine Hausfrauenseite ja selbst und es ist dementsprechend auch für mich unpraktisch, dass der Klick zum Drucker dann gerne zum Ausdruck eines Blattes voller Werbung und wenig Rezept führt.
Die Werbung zu entfernen, wäre natürlich die schnellere Alternative, aber das würde mich auf Dauer in den Hungertod treiben und wer will denn so etwas?
Also brassle ich im Hintergrund brav an den Rezeptseiten herum und der Anteil der Rezepte, zu denen es eine Druckversion gibt, steigt.
Nebenbei steigt auch der Anteil der Rezepte, zu denen es ein Bild gibt.
Wobei ich bewusst keine hohe "Foodfotografie" anstrebe.
Davon gibt es genug in den Hochglanzmagazinen oder gewissen, abmahnwütigen Rezeptsammlungen.
Was nützt mir ein tolles Foto von einem faden Etwas?
Dann doch lieber eine leckere Suppe, die auf einem Foto nun einmal wirkt, wie schon einmal gegessen :)
Wobei die Tortellinisuppe ein leckeres, aber schlechtes Beispiel ist, da sie noch keine Druckversion hat *seufz*
Irgendwas sagt mir aber, dass es sehr sinnvoll ist, erst einmal die Keks-Rezepte zu beglücken ...

Mittwoch, 18. November 2009

Die Leiden der Carolas ...

Gerade habe ich bei Youtube meine Kindheitstraumata gefunden und muss sagen, dass sie mich mittlerweile leise grinsen lassen.

Aber wah! was war ich allergisch gegen dieses gesäuselte "Caaaaro ich mag dich ..."


oder "nichts ist unmööööööglich!"


aber das hier war und ist mein Alltime-Liebling:

A. J. Jacobs - Die Bibel & ich

Mit A.J. bin ich nun mittlerweile im 5. Monat, dem Januar angekommen und eigentlich wollte ich schreiben, dass er nun komplett zum Arschloch mutiert, aber das ist weder clever, noch diplomatisch.
A.J. hat erwähnt, dass er sich zwanghaft selbst googelt und nachdem ich einen so netten Kontakt mit Walter Satterthwait hatte, über den ich sehr viel Netteres zu sagen wußte, als "komplettes Arschloch", werde ich mich bei A.J. auch zurückhalten, denn wer weiß: vielleicht ist er ja, wenn er die Bibel wieder in den Schrank stellt ein ganz angenehmer Zeitgenosse?
Dazu kommt, dass es nicht clever wäre, ihn jetzt so zu schimpfen, da er im Buch noch 7 Monate Bibeltreue vor sich hat und ich steigerunsfähig bleiben möchte.
Also: ich bin im Januar angekommen, seinem 5. bibeltreuen Monat und runzle heftig die Stirn, denn er hat ein Huhn geopfert.
Ich erlaube mir, dies echt hirnrissig zu finden, denn er steht nicht dahinter.
Ich könnte verstehen, wenn er mit journalistischer Distanz über Menschen berichtet, die aus Glaubensgründen jährlich ein Huhn opfern, aber es selbst tun?
Menno, ich käme beim Schreiben dieses Beitrags schneller und konzentrierter weiter, wenn vor meinem inneren Auge nicht dauernd der kleine Film abliefe, wie A.J. auf der Suche nach einem neuen Buchprojekt zwischen dem Kamasutra und dem Mondkalender hin und her schwankte ...
Also, im Januar opfert er ein Huhn.
Steht so noch nicht einmal in der Bibel, aber es reicht ihm nicht, den Zehnt zu opfern oder zumindest die Zehnt-Opferung zu einem Ende zu bringen, denn zum Zehnt seines Einkommens fehlt noch ein ganz netter Teil - nö, er opfert erst eine Portion Gemüse und dann ein Huhn.
"Das Huhn stirbt nicht für unsere Sünden. Es führt lediglich vor Augen, wie es uns ergehen könnte oder sollte, weil wir Sünder sind."
Was für ein Schwachsinn!
Soll er mal einen Tag in einer Notaufnahme verbringen, dann kann er genug sehen, wie es uns so ergehen kann.
Ein Huhn töten, damit wir vor Augen behalten, wie es uns ergehen könnte?
Die goldene Regel der Ethik sagt doch Was du nicht willst, das man dir tu, das füge keinem anderen zu.
Man sollte nicht gleich die Ethik über Bord werfen um ein Buchprojekt durchziehen zu können.
Wenn Menschen aus Glaubensgründen ein Huhn töten oder weil sie Hunger haben, sehe ich darin einen Sinn, aber Töten um dabei gewesen zu sein?
Überhaupt regt mich A.J. Bibelleben zu Widerspruch an.
Er legt das Ganze immer so nach Belieben aus.
Bestimmt hat kein Bibel-Autor im Sinne gehabt, dass jemand, der nach der Bibel lebt später mal irgendwelche Kellner mit der Frage in den Wahnsinn treibt, ob die Früchte auf dem Obstteller von Bäumen stammen, die über 5 Jahre alt sind, oder ob Schweinefett im Essen ist.
Überhaupt, beginnt A.J. im Januar nun damit, darüber nachzudenken, was Gott sich bei diesem oder jenen gedacht hat.
Vor 6 Monaten hat er Gott noch geleugnet, heute weiß er schon, was Gott denkt.
Aber das wissen wir doch alle.
In meiner Auslegung zB hat Gott Adam und Eva damals wegen des Feigenblattes aus dem Paradies gejagt. Gott ist nämlich allwissend und so sah er schlagartig Victoria Beckham vor sich in Size Zero und vollkommen auf ihr Aussehen fixiert.
Und so etwas passt nun einmal besser auf unseren Planeten als ins Paradies.
Mein Paradies ist eine Handyfreie Zone, ohne Privatsender und Hersteller von Pizza quattro formaggi, in der überhaupt kein Käse ist, dürfen da auch nicht rein.
Das ist nicht abgedrehter als A.Js Ansicht, dass man in der ausdrücklichen Erlaubnis, Grillen und Heuschrecken essen zu dürfen, ein Zeichen für Gottes Gnade und Barmherzigkeit erkennt.
(er futtert sie übrigens mit Zartbitterschokolade überzogen von einem Insekten-Versand, statt sie selbst zu jagen. Dafür hat er aber nun auch einen exklusiven "Ich esse Insekten"-Button.

Coffee ...



Wie man sieht, hat Coffee ihre Lieblingsschlaf-Postion mittlerweile aufgeben müssen.
Auch Strandbesuche sind schwieriger geworden, da wir immer aufpassen müssen, dass kein Möchtegern-Greenpeaceaktivist sie ins Meer zerrt.

(ach kommt ... für so einen brösigen Regentag, ist der doch fast lustig!)

Pferdewurzeln, die Lösung ...

Ich schulde ja noch eine Antwort, was Pferdewurzeln sind.
Ja, wenn man erst einmal raus hat, dass Möhren hier Wurzeln heißen, ist es relativ einfach.
Für den Kölner an sich, ist die Frage, ob er Wurzeln mag, aber erst einmal sanft verwirrend.
Wobei ich aber glaube, dass Kölner Pferde solche Sprach-Hürden locker nehmen ...

Dienstag, 17. November 2009

ein Auftragshuhn :)



-> Hühnersuppen-Rezepte

Montag, 16. November 2009

Norddeutsch für Anfänger ...



Na, wer kommt darauf, was hier unter dem klangvollen Namen "Pferdewurzeln" angeboten wird?

Die Auflösung gibt es morgen :)

Sonntag, 15. November 2009

Omega+ Mütze





Gestern habe ich eine richtig nette Mütze gestrickt.
Lang hat mit der Omega+ das perfekte Mützengarn auf den Markt gebracht.
Hat was von Fleece und strickt sich sehr angenehm.
Für meine Mütze brauchte ich genau ein Knäuel - da ich Streifen drin habe, natürlich eher 2, aber von der Materialmenge her kommt man mit einem Knäul hin uns so könnte ich jetzt auch noch eine grüne Mütze mit dunkelgrauen Streifen stricken.

Nadelspiel No4 - ich stricke sehr locker
50 Gramm bei 75 Meter Lauflänge.
76 Maschen anschlagen - 3 Reihen 2 rechts, 2 links,
dann 8 Reihen dunkelgrau, 2 Reihen grün
3 Mal wiederholen und dann abnehmen:
1 Reihe 2 Maschen rechts, 2 Maschen rechts zusammenstricken - wiederholen
3 Reihen glatt rechts
1 Reihe 1 Masche rechts, 2 Maschen rechts zusammenstricken - wiederholen
3 Reihen glatt rechts
in der nächsten Reihe habe ich wieder grün genommen, da 8 dunkelgraue gestrickt sind und abgenommen: 2 Maschen rechts zusammenstricken - wiederholen
1 Reihe glatt rechts (19 Maschen auf der Nadel)
1 Reihe 2 Maschen rechts zusammenstricken - 10 Maschen bleiben übrig -
Faden lang genug abschneiden, auf dicke Nadel fädeln, durch die 10 Maschen zusammenziehen,
Fäden vernähen - Mütze fertig.

Die Bilder werden gleich wieder etwas reduziert :)

Strand war schön :)




Samstag, 14. November 2009

Couch Surfing in der Sauna

Heute habe ich Brian Thacker mit in die Sauna genommen und A.J. daheim gelassen.
Couch Surfing passt einfach besser in die Sauna, als "die Bibel & ich".
Dazu kommt, dass A.J. ein Taschenbuch ist und dass Taschenbücher nicht Sauna-tauglich sind, habe ich schon in Köln begriffen, als mein Lieblingsbuch von Marge Piercy sich in einzelne Seiten auflöste, weil die Verleimung am Buchrücken sich in der Hitze verflüssigte.

Hin und wieder, je nach Mondphase vermutlich, gehen mir meine schwitzenden Mitmenschen in der Sauna ziemlich auf den Wecker. Wenn ich nackt bin, möchte ich nicht viel quatschen.
Je nachdem reicht mir ein männlich gegrunztes "Ich, Tarzan!" oder schweigendes Schwitzen.
Im Dampfbad war ein schweigender Mann, den ich trotzdem hasste, weil er plötzlich damit begann, seinen behaarten, schwitzenden Körper systematisch mit beiden Händen "abzukratzen".
So eine Art Durchblutungsfördernde Bürstenmassage ohne Bürste, die mein entspannungswilliges Hirn in Sekundenschnelle zu einem einzigen "Bah!" zusammenballte.
Böse Gucken bringt in einem Dampfbad nichts und verhindert zudem das dösig zufriedene Dahindämmern, weshalb ich mein heiß geliebtes Dampfad heute nach kürzester Zeit wieder verließ.
Natürlich nicht, ohne meinen Sitz vorher gründlichst abzuspritzen, damit der nächste Schwitzer nicht in meinem Schweiß saß.
Meine Güte, tat mir das Leid, dass der Hintern dieses weiterhin inbrünstig kratzmassierenden Halbaffen irgendwann von meinen Kaltwasserfluten eingeholt wurde, die ich über die Bank hatte laufen lassen.

Es sind diese Menschen, die mich gelegentlich recht intensiv über ein Saunafass in meinem Garten nachdenken lassen.

Oder diese Frau, die einmal quer durch die Sauna "Sie hatten auch einen Kaiserschnitt, nicht wahr!?" jubelte.

Oh no ... ich hatte in einem schwachen Moment versprochen, dass wir heute das Supertalent gucken.
Und das beginnt jetzt ...

Freitag, 13. November 2009

Der Trend geht zum Zweitbuch ...

Mit A.J. bin ich mittlerweile im Dezember angekommen.
Er lebt nun seit 4 Monaten nach der Bibel und ist bei der Polygamie angekommen.
Ehebruch ist es nur, mit einer verheirateten Frau ins Bett (oder auf den Küchentisch ...) zu steigen, da man damit denjenigen beleidigt, dem sie "gehört".
Lustig, je aufgeschlossener A.J. an die Bibel rangeht, desto unsympathischer wird er mir.
Bibeltreu lebende Männer kann man durchaus noch verstehen, denn nun ja, die Bibel unterstreicht eine gewisse Mehrwertigkeit des Mannes und wer würde seinen Größenwahn nicht gerne mit dem Buch der Bücher in der Hand rechtfertigen?
Wirklich suspekt sind mir dagegen bibeltreu lebende Frauen. Meiner Meinung nach allesamt therapiebedürftig. Entlang der Lektüre des Buches wird mir klar, wie weit die Kirchengemeinden sich längst von der Bibel entfernt haben.
So lange ich in Köln wohnte und locker mit der jeweiligen Kirchengemeinde verbunden war, ging ich nicht nur ganz gerne (und ganz selten) in die Kirche, sondern war auch überzeugt zahlendes Mitglied des Vereins.
Hier oben im Norden, fehlte der Kirchengemeindenpuffer zwischen mir und dem Papst irgendwann und mit jedem Wort des Papstes, wuchs mein Wunsch, mit diesem homophoben, frauenfeindlichen, rechtslastigen, behindertenfeindlichen Verein nichts mehr zu tun zu haben.
Wobei ich mich jetzt nach keiner neuen Gemeinschaft sehne und mich weder für Wiccas, Engel oder Esokrams interessiere.
Langer Rede ... ich weiß nicht, ob ich "die Bibel & ich" bis zum Ende durchlesen werde, weil es in mir auch diesen Unwillen weckt.
A.J. liebäugelt einerseits und lästert andererseits und ich denke einfach mal, meine Beziehung zur "Bibel und dem Drumherum" hat was von einer noch nicht aufgearbeiteten zwischenmenschlichen Beziehung.
Mir ist, als wäre A.J. jemand, der unablässig über meinen Ex-Freund spräche.

Daher habe ich gestern wohl spontan meinen Bücherstapel erneut vergrößert und mir Brian Thackers "Couch Surfing" gegönnt.
Abgefahrenes Konzept, dachte ich, um direkt im ersten Kapitel ernüchtert zu werden, in dem Brian nach Chile reist und in einem Skigebiet - vor dem Fernseher landet.
Manchmal ist das Gras auf der anderen Seite des Zaunes eben auch nur Gras ...

Mittwoch, 11. November 2009

A. J. Jacobs - Die Bibel & ich

A.J. lebt mittlerweile im 3. Monat möglichst Bibeltreu und hat nun im Park einen Ehebrecher gesteinigt.
Und es genossen.
Keine Bange, er hat nur kleine Steine genommen und der Ehebrecher hat locker überlebt.
Oder doch Anlass zu Angst und Bange?
Wer die Bibel wörtlich nimmt, beginnt erste Steine zu werfen und sich hinter dem Buch der Bücher zu verstecken?
Ich habe sie auch mal gelesen, die Bibel, weil ich es wichtig fand, sie zu lesen, die Bibel.
Ich habe sie von vorne bis hinten gelesen, aber ich fürchte, es war etwa so ergiebig, wie gewisser Matheunterricht. Die Stunden, in denen xe und Ypsilone auftauchten. Kleine hochgestellte Zahlen erschienen oder gar kleine hochgestellte Zahlen und Xe und Ypsilone.
Ich habe unseren armen Mathelehrer unablässig angestarrt und zugehört aber am Ende hatte ich mein armes Hirn entweder unablässig mit der Botschaft "hör zu! hör ihm verdammt noch mal zu! wenn Frank den Mist versteht, muss ich ihn doch auch verstehen können!" zugedröhnt, oder ich habe überlegt, ob der Haaransatz unseres Mathelehrers seit der letzten Woche noch weiter nach hinten gerückt sei, ob das der gleiche Pulli wie in der letzten Woche sei, oder er evtl. einen ganzen Schrank voll dieser Pullis hätte.
Aber keines der Worte des Lehrers fand Halt.
Ich zwang sie zum linken Ohr rein, aber sie flutschten in stetigem Strom zum rechten Ohr wieder raus, hinterließen nichts als Verzweiflung und führten zu Klassenarbeiten, in denen jede meiner hart berechneten Lösungen X=X oder 0=0 lauteten.
Es ging mir mit großen Teilen der Bibel auch so - wusch!
"dann ist sie unrein ..." sorry, aber das rauschte nicht nur durch, sondern erweckte noch sanft emanzipierten Unmut. Nicht im Sitzen pinkeln können, aber andere unrein nennen, nur weil sie gelegentlich ein wenig bluten ... pah ...
A.J. Frau findet A.J. Verhalten auch affig und gönnt sich den Gag, sich auf absolut jeden Stuhl zu setzen und in jedes Bett zu legen - unrein - auf dass A.J. sich einen Stockstuhl kauft, auf dem er dann sitzen kann, wenn sie unrein ist ...
Ein Buch von ihr über ihren Mann, würde mich auch interessieren.
Übrigens lese ich A.J. gerne.
Das Buch ist nicht nur witzig, sondern frischt Wissen auf und man lernt auch komplett neue Sachen. Der Autor ist auch in Bandbreiten sehr ehrlich.
Er steht dazu, andere zu beneiden, was er sich im Bibel-Jahr natürlich verkneifen muss.
"Du sollst nicht begehren ..."
Da habe ich Glück. Ich mag durchaus eine Menge Macken haben, aber Neid und Eifersucht sind mir schlicht fremd. Zumindest dieser missgünstige Neid.
Der konstruktive "ich auch!"-Neid gehört durchaus zu meinem Gefühlsleben, aber der Schlenker zum "du nicht!"-Neid, bzw Missgunst geht mir glücklicherweise ab.
Nicht, weil ich das irgendwie toll überwunden hätte. Es ist mehr wie eine emotionale Farbenblindheit.

so, ich gehe noch ein wenig lesen

der Amazon-Link:
Die Bibel und ich: Von einem, der auszog, das Buch der Bücher wörtlich zu nehmen

Dienstag, 10. November 2009

heute im Discounter

Seit kurzem ist Oliver in einem Schwimmkurs.
Und wieder habe ich Zeit zu überbrücken, bis ich meinen feuchten, müden Nachwuchs wieder nach hause fahren darf.
Ich habe mir angewöhnt, Dienstags nun die "Discounter-Käufe" zu tätigen und halte mich zu diesem Zwecke in so einem "all you can buy"-Monstrum auf, wo ich keine 10 Meter neben dem Backpulver auch ein Fahrrad kaufen kann, wenn ich denn möchte ...
Diese Woche gibt es eine supi Aktion: jeder 100. Kunde bekommt seine Einkäufe gratis.
Na, wenn das nicht ein super Anreiz ist, den Wagen gleich noch etwas voller zu schaufeln, könnte ja alles umsonst sein ...
Da mein Einkaufszettel überschaubar war, hielt ich mich recht lange in den Gängen mit den Büchern und Zeitschriften auf. Der Vorteil des rasanten Personalabbaus allerortens ist, dass man bei der Zeitschriftenlektüre nicht mehr gestört oder gar zum Kauf aufgefordert wird.
Ich blätterte und eine wenig enthusiastische Verkäuferin berichtete über die Lautsprecher, dass der 100. Kunde soeben an der Getränkekasse gewesen sei.
Aha.
Als ich etwas später etwas erschlagen durch die "unnötiger Weihnachtskitsch-Regale" taumelte, erzählte die gleiche Verkäuferin, dass soeben der 100. Kunde (wieder) an der Getränkekasse gewesen sei.
Etwas später, als ich den Amaretto idiotischer Weise in den Weinregalen suchte, wieder der 100. Kunde und wieder an der Getränkekasse.
Als ich dann selbst an der Kasse stand, kam wieder die Durchsage, dass ein 100. Kunde an der Getränkekasse sei.
Immerhin errötete die Verkäuferin sanft, als ich fragte, ob auf den Unsinn tatsächlich noch irgendwer reinfiele ...