Mit A.J. bin ich mittlerweile im Dezember angekommen.
Er lebt nun seit 4 Monaten nach der Bibel und ist bei der Polygamie angekommen.
Ehebruch ist es nur, mit einer verheirateten Frau ins Bett (oder auf den Küchentisch ...) zu steigen, da man damit denjenigen beleidigt, dem sie "gehört".
Lustig, je aufgeschlossener A.J. an die Bibel rangeht, desto unsympathischer wird er mir.
Bibeltreu lebende Männer kann man durchaus noch verstehen, denn nun ja, die Bibel unterstreicht eine gewisse Mehrwertigkeit des Mannes und wer würde seinen Größenwahn nicht gerne mit dem Buch der Bücher in der Hand rechtfertigen?
Wirklich suspekt sind mir dagegen bibeltreu lebende Frauen. Meiner Meinung nach allesamt therapiebedürftig. Entlang der Lektüre des Buches wird mir klar, wie weit die Kirchengemeinden sich längst von der Bibel entfernt haben.
So lange ich in Köln wohnte und locker mit der jeweiligen Kirchengemeinde verbunden war, ging ich nicht nur ganz gerne (und ganz selten) in die Kirche, sondern war auch überzeugt zahlendes Mitglied des Vereins.
Hier oben im Norden, fehlte der Kirchengemeindenpuffer zwischen mir und dem Papst irgendwann und mit jedem Wort des Papstes, wuchs mein Wunsch, mit diesem homophoben, frauenfeindlichen, rechtslastigen, behindertenfeindlichen Verein nichts mehr zu tun zu haben.
Wobei ich mich jetzt nach keiner neuen Gemeinschaft sehne und mich weder für Wiccas, Engel oder Esokrams interessiere.
Langer Rede ... ich weiß nicht, ob ich "die Bibel & ich" bis zum Ende durchlesen werde, weil es in mir auch diesen Unwillen weckt.
A.J. liebäugelt einerseits und lästert andererseits und ich denke einfach mal, meine Beziehung zur "Bibel und dem Drumherum" hat was von einer noch nicht aufgearbeiteten zwischenmenschlichen Beziehung.
Mir ist, als wäre A.J. jemand, der unablässig über meinen Ex-Freund spräche.
Daher habe ich gestern wohl spontan meinen Bücherstapel erneut vergrößert und mir Brian Thackers "Couch Surfing" gegönnt.
Abgefahrenes Konzept, dachte ich, um direkt im ersten Kapitel ernüchtert zu werden, in dem Brian nach Chile reist und in einem Skigebiet - vor dem Fernseher landet.
Manchmal ist das Gras auf der anderen Seite des Zaunes eben auch nur Gras ...
Freitag, 13. November 2009
Mittwoch, 11. November 2009
A. J. Jacobs - Die Bibel & ich
A.J. lebt mittlerweile im 3. Monat möglichst Bibeltreu und hat nun im Park einen Ehebrecher gesteinigt.
Und es genossen.
Keine Bange, er hat nur kleine Steine genommen und der Ehebrecher hat locker überlebt.
Oder doch Anlass zu Angst und Bange?
Wer die Bibel wörtlich nimmt, beginnt erste Steine zu werfen und sich hinter dem Buch der Bücher zu verstecken?
Ich habe sie auch mal gelesen, die Bibel, weil ich es wichtig fand, sie zu lesen, die Bibel.
Ich habe sie von vorne bis hinten gelesen, aber ich fürchte, es war etwa so ergiebig, wie gewisser Matheunterricht. Die Stunden, in denen xe und Ypsilone auftauchten. Kleine hochgestellte Zahlen erschienen oder gar kleine hochgestellte Zahlen und Xe und Ypsilone.
Ich habe unseren armen Mathelehrer unablässig angestarrt und zugehört aber am Ende hatte ich mein armes Hirn entweder unablässig mit der Botschaft "hör zu! hör ihm verdammt noch mal zu! wenn Frank den Mist versteht, muss ich ihn doch auch verstehen können!" zugedröhnt, oder ich habe überlegt, ob der Haaransatz unseres Mathelehrers seit der letzten Woche noch weiter nach hinten gerückt sei, ob das der gleiche Pulli wie in der letzten Woche sei, oder er evtl. einen ganzen Schrank voll dieser Pullis hätte.
Aber keines der Worte des Lehrers fand Halt.
Ich zwang sie zum linken Ohr rein, aber sie flutschten in stetigem Strom zum rechten Ohr wieder raus, hinterließen nichts als Verzweiflung und führten zu Klassenarbeiten, in denen jede meiner hart berechneten Lösungen X=X oder 0=0 lauteten.
Es ging mir mit großen Teilen der Bibel auch so - wusch!
"dann ist sie unrein ..." sorry, aber das rauschte nicht nur durch, sondern erweckte noch sanft emanzipierten Unmut. Nicht im Sitzen pinkeln können, aber andere unrein nennen, nur weil sie gelegentlich ein wenig bluten ... pah ...
A.J. Frau findet A.J. Verhalten auch affig und gönnt sich den Gag, sich auf absolut jeden Stuhl zu setzen und in jedes Bett zu legen - unrein - auf dass A.J. sich einen Stockstuhl kauft, auf dem er dann sitzen kann, wenn sie unrein ist ...
Ein Buch von ihr über ihren Mann, würde mich auch interessieren.
Übrigens lese ich A.J. gerne.
Das Buch ist nicht nur witzig, sondern frischt Wissen auf und man lernt auch komplett neue Sachen. Der Autor ist auch in Bandbreiten sehr ehrlich.
Er steht dazu, andere zu beneiden, was er sich im Bibel-Jahr natürlich verkneifen muss.
"Du sollst nicht begehren ..."
Da habe ich Glück. Ich mag durchaus eine Menge Macken haben, aber Neid und Eifersucht sind mir schlicht fremd. Zumindest dieser missgünstige Neid.
Der konstruktive "ich auch!"-Neid gehört durchaus zu meinem Gefühlsleben, aber der Schlenker zum "du nicht!"-Neid, bzw Missgunst geht mir glücklicherweise ab.
Nicht, weil ich das irgendwie toll überwunden hätte. Es ist mehr wie eine emotionale Farbenblindheit.
so, ich gehe noch ein wenig lesen
der Amazon-Link:
Die Bibel und ich: Von einem, der auszog, das Buch der Bücher wörtlich zu nehmen
Und es genossen.
Keine Bange, er hat nur kleine Steine genommen und der Ehebrecher hat locker überlebt.
Oder doch Anlass zu Angst und Bange?
Wer die Bibel wörtlich nimmt, beginnt erste Steine zu werfen und sich hinter dem Buch der Bücher zu verstecken?
Ich habe sie auch mal gelesen, die Bibel, weil ich es wichtig fand, sie zu lesen, die Bibel.
Ich habe sie von vorne bis hinten gelesen, aber ich fürchte, es war etwa so ergiebig, wie gewisser Matheunterricht. Die Stunden, in denen xe und Ypsilone auftauchten. Kleine hochgestellte Zahlen erschienen oder gar kleine hochgestellte Zahlen und Xe und Ypsilone.
Ich habe unseren armen Mathelehrer unablässig angestarrt und zugehört aber am Ende hatte ich mein armes Hirn entweder unablässig mit der Botschaft "hör zu! hör ihm verdammt noch mal zu! wenn Frank den Mist versteht, muss ich ihn doch auch verstehen können!" zugedröhnt, oder ich habe überlegt, ob der Haaransatz unseres Mathelehrers seit der letzten Woche noch weiter nach hinten gerückt sei, ob das der gleiche Pulli wie in der letzten Woche sei, oder er evtl. einen ganzen Schrank voll dieser Pullis hätte.
Aber keines der Worte des Lehrers fand Halt.
Ich zwang sie zum linken Ohr rein, aber sie flutschten in stetigem Strom zum rechten Ohr wieder raus, hinterließen nichts als Verzweiflung und führten zu Klassenarbeiten, in denen jede meiner hart berechneten Lösungen X=X oder 0=0 lauteten.
Es ging mir mit großen Teilen der Bibel auch so - wusch!
"dann ist sie unrein ..." sorry, aber das rauschte nicht nur durch, sondern erweckte noch sanft emanzipierten Unmut. Nicht im Sitzen pinkeln können, aber andere unrein nennen, nur weil sie gelegentlich ein wenig bluten ... pah ...
A.J. Frau findet A.J. Verhalten auch affig und gönnt sich den Gag, sich auf absolut jeden Stuhl zu setzen und in jedes Bett zu legen - unrein - auf dass A.J. sich einen Stockstuhl kauft, auf dem er dann sitzen kann, wenn sie unrein ist ...
Ein Buch von ihr über ihren Mann, würde mich auch interessieren.
Übrigens lese ich A.J. gerne.
Das Buch ist nicht nur witzig, sondern frischt Wissen auf und man lernt auch komplett neue Sachen. Der Autor ist auch in Bandbreiten sehr ehrlich.
Er steht dazu, andere zu beneiden, was er sich im Bibel-Jahr natürlich verkneifen muss.
"Du sollst nicht begehren ..."
Da habe ich Glück. Ich mag durchaus eine Menge Macken haben, aber Neid und Eifersucht sind mir schlicht fremd. Zumindest dieser missgünstige Neid.
Der konstruktive "ich auch!"-Neid gehört durchaus zu meinem Gefühlsleben, aber der Schlenker zum "du nicht!"-Neid, bzw Missgunst geht mir glücklicherweise ab.
Nicht, weil ich das irgendwie toll überwunden hätte. Es ist mehr wie eine emotionale Farbenblindheit.
so, ich gehe noch ein wenig lesen
der Amazon-Link:
Die Bibel und ich: Von einem, der auszog, das Buch der Bücher wörtlich zu nehmen
Dienstag, 10. November 2009
heute im Discounter
Seit kurzem ist Oliver in einem Schwimmkurs.
Und wieder habe ich Zeit zu überbrücken, bis ich meinen feuchten, müden Nachwuchs wieder nach hause fahren darf.
Ich habe mir angewöhnt, Dienstags nun die "Discounter-Käufe" zu tätigen und halte mich zu diesem Zwecke in so einem "all you can buy"-Monstrum auf, wo ich keine 10 Meter neben dem Backpulver auch ein Fahrrad kaufen kann, wenn ich denn möchte ...
Diese Woche gibt es eine supi Aktion: jeder 100. Kunde bekommt seine Einkäufe gratis.
Na, wenn das nicht ein super Anreiz ist, den Wagen gleich noch etwas voller zu schaufeln, könnte ja alles umsonst sein ...
Da mein Einkaufszettel überschaubar war, hielt ich mich recht lange in den Gängen mit den Büchern und Zeitschriften auf. Der Vorteil des rasanten Personalabbaus allerortens ist, dass man bei der Zeitschriftenlektüre nicht mehr gestört oder gar zum Kauf aufgefordert wird.
Ich blätterte und eine wenig enthusiastische Verkäuferin berichtete über die Lautsprecher, dass der 100. Kunde soeben an der Getränkekasse gewesen sei.
Aha.
Als ich etwas später etwas erschlagen durch die "unnötiger Weihnachtskitsch-Regale" taumelte, erzählte die gleiche Verkäuferin, dass soeben der 100. Kunde (wieder) an der Getränkekasse gewesen sei.
Etwas später, als ich den Amaretto idiotischer Weise in den Weinregalen suchte, wieder der 100. Kunde und wieder an der Getränkekasse.
Als ich dann selbst an der Kasse stand, kam wieder die Durchsage, dass ein 100. Kunde an der Getränkekasse sei.
Immerhin errötete die Verkäuferin sanft, als ich fragte, ob auf den Unsinn tatsächlich noch irgendwer reinfiele ...
Und wieder habe ich Zeit zu überbrücken, bis ich meinen feuchten, müden Nachwuchs wieder nach hause fahren darf.
Ich habe mir angewöhnt, Dienstags nun die "Discounter-Käufe" zu tätigen und halte mich zu diesem Zwecke in so einem "all you can buy"-Monstrum auf, wo ich keine 10 Meter neben dem Backpulver auch ein Fahrrad kaufen kann, wenn ich denn möchte ...
Diese Woche gibt es eine supi Aktion: jeder 100. Kunde bekommt seine Einkäufe gratis.
Na, wenn das nicht ein super Anreiz ist, den Wagen gleich noch etwas voller zu schaufeln, könnte ja alles umsonst sein ...
Da mein Einkaufszettel überschaubar war, hielt ich mich recht lange in den Gängen mit den Büchern und Zeitschriften auf. Der Vorteil des rasanten Personalabbaus allerortens ist, dass man bei der Zeitschriftenlektüre nicht mehr gestört oder gar zum Kauf aufgefordert wird.
Ich blätterte und eine wenig enthusiastische Verkäuferin berichtete über die Lautsprecher, dass der 100. Kunde soeben an der Getränkekasse gewesen sei.
Aha.
Als ich etwas später etwas erschlagen durch die "unnötiger Weihnachtskitsch-Regale" taumelte, erzählte die gleiche Verkäuferin, dass soeben der 100. Kunde (wieder) an der Getränkekasse gewesen sei.
Etwas später, als ich den Amaretto idiotischer Weise in den Weinregalen suchte, wieder der 100. Kunde und wieder an der Getränkekasse.
Als ich dann selbst an der Kasse stand, kam wieder die Durchsage, dass ein 100. Kunde an der Getränkekasse sei.
Immerhin errötete die Verkäuferin sanft, als ich fragte, ob auf den Unsinn tatsächlich noch irgendwer reinfiele ...
Montag, 9. November 2009
Kühlfach 4 von Jutta Profijt
Es ergab sich, dass ich in Itzehoe 2 Stunden auf mein Töchterlein warten musste, das wacker den Degen schwang ... und das um eine nachtschlafene Zeit von 18 Uhr.
Itzehoe schließt um 18 Uhr ...
Zumindest die Geschäfte in den Straßen.
Es gibt da noch so eine Art Shopping-Mall.
Aber in den Dingern fühle ich mich seltenst wohl.
An kalt regnerischen Tagen und in Städten mit wenig Jugend-Einrichtungen dann so gar nicht mehr, denn mit ca. 12 Jahren ist so ziemlicher jeder Angehörige irgendwelcher sozialen Randgruppen größer und stärker als ich - und hält sich mit seinen Kumpels in kuschlig warmen Einkaufszentren auf.
Eine gute Sache in der Itzehoer Shopping-Mall ist die große Buchhandlung direkt hinter der Drehtür, wo ich dann auf das Kühlfach 4 (und anderes ... *seufz*) stieß und meinen festen Vorsatz, keine weiteren Bücher zu kaufen und mich erst einmal durch meinen Bücherstapel zu lesen umgehend über Bord warf.
Und da noch immer üppig Zeit war, begann ich auch unverzüglich zu lesen.
Kühlfach 4 ist sehr nett.
Ein junger Mann, der sehr gut zu den Jungs in dem abendlichen Einkaufszentrum gepasst hätte, klaut auf Auftrag ein teures Auto und entdeckt im Kofferraum eine weibliche Leiche.
Unternehmen kann er so schnell nichts, denn der Hehler übernimmt das Auto und verschwindet samt Leiche.
Kurz darauf wird der junge Mann in den Tod gestoßen und lernt den Gerichtsmediziner Dr. Martin Gänsewein kennen, der seine Leiche obduziert. Pascha - so der Spitzname unseres Verstorbenen aus Kühlfach 4 muss fassungslos erkennen, dass er tot ist und dann auch noch miterleben, dass der Mord an ihm als Unfalltod infolge erhöhten Blutalkohols gilt. Welch eine Blamage!
Wenn sich das bei seinen Freunden rumspricht!
Als würde er betrunken in den Tod stolpern!
Ein Glück (für ihn!), dass er Kontakt mit Martin aufnehmen kann und ihn dazu bringt, den Mörder zu ermitteln.
Für Martin Gänsewein mag es weniger glücklich erscheinen, dass er einen Toten hören kann, den sonst keiner hört und dass er nun besser in einem Mordfall ermittelt, den alle anderen für einen Unfalltod halten und sich nicht weiter dafür interessieren.
Ganz schnell wird aus dem Ruf des netten, ruhigen Martin, der Tee trinkt, sich vegetarisch ernährt und alte Stadtpläne sammelt, der eines bestenfalls überarbeiteten Wracks.
Doch, das liest sich sehr sehr vergnüglich.
Amazon-Link: Kühlfach 4
von Jutta Profijt
Itzehoe schließt um 18 Uhr ...
Zumindest die Geschäfte in den Straßen.
Es gibt da noch so eine Art Shopping-Mall.
Aber in den Dingern fühle ich mich seltenst wohl.
An kalt regnerischen Tagen und in Städten mit wenig Jugend-Einrichtungen dann so gar nicht mehr, denn mit ca. 12 Jahren ist so ziemlicher jeder Angehörige irgendwelcher sozialen Randgruppen größer und stärker als ich - und hält sich mit seinen Kumpels in kuschlig warmen Einkaufszentren auf.
Eine gute Sache in der Itzehoer Shopping-Mall ist die große Buchhandlung direkt hinter der Drehtür, wo ich dann auf das Kühlfach 4 (und anderes ... *seufz*) stieß und meinen festen Vorsatz, keine weiteren Bücher zu kaufen und mich erst einmal durch meinen Bücherstapel zu lesen umgehend über Bord warf.
Und da noch immer üppig Zeit war, begann ich auch unverzüglich zu lesen.
Kühlfach 4 ist sehr nett.
Ein junger Mann, der sehr gut zu den Jungs in dem abendlichen Einkaufszentrum gepasst hätte, klaut auf Auftrag ein teures Auto und entdeckt im Kofferraum eine weibliche Leiche.
Unternehmen kann er so schnell nichts, denn der Hehler übernimmt das Auto und verschwindet samt Leiche.
Kurz darauf wird der junge Mann in den Tod gestoßen und lernt den Gerichtsmediziner Dr. Martin Gänsewein kennen, der seine Leiche obduziert. Pascha - so der Spitzname unseres Verstorbenen aus Kühlfach 4 muss fassungslos erkennen, dass er tot ist und dann auch noch miterleben, dass der Mord an ihm als Unfalltod infolge erhöhten Blutalkohols gilt. Welch eine Blamage!
Wenn sich das bei seinen Freunden rumspricht!
Als würde er betrunken in den Tod stolpern!
Ein Glück (für ihn!), dass er Kontakt mit Martin aufnehmen kann und ihn dazu bringt, den Mörder zu ermitteln.
Für Martin Gänsewein mag es weniger glücklich erscheinen, dass er einen Toten hören kann, den sonst keiner hört und dass er nun besser in einem Mordfall ermittelt, den alle anderen für einen Unfalltod halten und sich nicht weiter dafür interessieren.
Ganz schnell wird aus dem Ruf des netten, ruhigen Martin, der Tee trinkt, sich vegetarisch ernährt und alte Stadtpläne sammelt, der eines bestenfalls überarbeiteten Wracks.
Doch, das liest sich sehr sehr vergnüglich.
Amazon-Link: Kühlfach 4
Samstag, 7. November 2009
Labrador beim Tierarzt

Wie geduldig und gutmütig ein Labrador in der Haltung ist, zeigt sich zB beim Tierarzt.
Man hebt seinen Wuff einmal auf den Behandlungstisch und dann harren alle der Dinge, die da so kommen.
Einzig nach den Untersuchungen wird Coffee lebhafter, denn sie weiß so genau, wo der Tierarzt seine Leckerlis hat, wie Oliver das Bonbon-Glas findet ... :)
Freitag, 6. November 2009
Aus meiner Mailbox:
Schцne GrьЯe,
ich bitte Sie um Nachsicht fьr ein dringendes Geschдft.
Ich bin mir sicher das diese Geschдft eine enorme Interesse fьr Sie ist und auch zu unsere Beiden Vorteil ist.
...
Ob er wohl eine frische Windel braucht?
ich bitte Sie um Nachsicht fьr ein dringendes Geschдft.
Ich bin mir sicher das diese Geschдft eine enorme Interesse fьr Sie ist und auch zu unsere Beiden Vorteil ist.
...
Ob er wohl eine frische Windel braucht?
Donnerstag, 5. November 2009
The Stollen formerly known as Dresdner ...

Ludwig sei Dank, konnte ich heute wieder meiner BügerInnenpflicht nachkommen und die BesucherInnen meiner Seiten von kriminellem Tun abhalten.
Nicht, dass irgendwer daheim noch einen Stollen backt und ernsthaft glaubt, sie habe da nun einen Dresdner Stollen.
Das geht ja gar nicht!
Ich habe um Vorschläge bezüglich eines neuen Namen für den Stollen, der nicht mehr Dresdner Stollen heißen darf gebeten.
Um Bilder, Geschichten, Erfahrungen und O-Töne.
Also husch, husch:
geht, backt keinen Dresdner Stollen und schickt mir Fotos davon :)
--> hier der Link zu keinem Dresdner Stollen
A. J. Jacobs - Die Bibel & ich
Ihr glaubt doch nicht, dass mich ein Bücherflop am Tag irgendwie abschreckt, oder?
Ich griff zum nächsten Buch auf meinem Stapel (Wolkenkratzer gleichen Ausmaßes ...) und begann die Geschichte zu lesen von einem, der auszog, das Buch der Bücher wörtlich zu nehmen.
Geschichten von Leuten, die Ungewöhnliches tun, liebe ich - auch wenn sie unverblümt zugeben, dass sie Ungewöhnliches tun um darüber ein Buch zu schreiben.
Sofern sie schreiben können.
Die ersten 23 Seiten, in denen AJ die Vorbereitung seines Bibeljahres schildert, klingen schon einmal sehr vergnüglich, nicht abgehoben und informativ zugleich.
der Amazon-Link:
Die Bibel und ich: Von einem, der auszog, das Buch der Bücher wörtlich zu nehmen
Ich griff zum nächsten Buch auf meinem Stapel (Wolkenkratzer gleichen Ausmaßes ...) und begann die Geschichte zu lesen von einem, der auszog, das Buch der Bücher wörtlich zu nehmen.
Geschichten von Leuten, die Ungewöhnliches tun, liebe ich - auch wenn sie unverblümt zugeben, dass sie Ungewöhnliches tun um darüber ein Buch zu schreiben.
Sofern sie schreiben können.
Die ersten 23 Seiten, in denen AJ die Vorbereitung seines Bibeljahres schildert, klingen schon einmal sehr vergnüglich, nicht abgehoben und informativ zugleich.
der Amazon-Link:
Die Bibel und ich: Von einem, der auszog, das Buch der Bücher wörtlich zu nehmen
Carol Kloeppel - Dear Germany
... oder: gescheitert auf Seite 18
Ok, der eigentliche Untertitel ist: "Eine Amerikanerin in Deutschland"
Klingt lustig.
Der Klappentext klingt auch lustig, aber ich habe mich eben mühsam bis Seite 18 gelesen und dann hatte ich absolut genug gelesen von dieser Amerikanerin in Deutschland.
Sie klingt derart überheblich und von sich selbst eingenommen, dass die Lust weiterzulesen verlorengeht, noch bevor sie in ihrer Geschichte auch nur in Deutschland ankommt.
Ok, im Vorwort lobt sie gönnerhaft Deutschland, Bonn, Frau Merkel, die sie als intelligente, bescheidene und pragmatische Frau kennengelernt hat, deren Ehrlichkeit, Integrität und guter Wille das Ansehen Deutschlands in der Welt gesteigert und hoffentlich dem letzten Zweifler die Augen für dieses Land geöffnet hat. Wobei die Kanzlerin nicht die einzige Deutsche ist, die einen positiven Beitrag zur Geschichte leistet. Nein, sie befindet sich in guter Gesellschaft mit Benedikt XVI. dem ersten deutschen Papst der Moderne.
Dieses Geschwalle befindet sich auf Seite 12.
Ein Wunder, dass ich noch 6 Seiten durchgehalten habe.
Nein, nicht mein Buch ...
der Amazon-Link:
Dear Germany: Eine Amerikanerin in Deutschland
Nachtrag:
vermutlich bin ich die Letzte, die es merkt, aber ich möchte es dennoch als Aha-Erlebnis kundtun.
(evtl. bin ich ja doch noch die Vorletzte und rette irgendwen vor Fehlkäufen ...)
Bis zum 04. Juni 2008 hatte das Buch bei Amazon ausschließlich gute Leser-Rezensionen.
Diese Leserrezensionen hatten allesamt viel positiven Zuspruch

Nicht schlecht, diese Reaktionsflut, wenn man bedenkt, wann das Buch auf den Markt kam:

Dear Germany hat bis heute 37 Kundenrezensionen erhalten:

Es ist nicht so, als hätte ich rein gar nichts zu tun, aber so auf dem Weg zu Mount Bügelberg stelle ich gerade den Sinn der Amazon-Kundenrezensionen für mich in Frage und grüble, wie sie wohl zustande kommen.
Wer hat da die 5-Stern-Rezensionen geschrieben und warum?
Max "SkaterBoy", der noch diesen Oktober 5 euphorische Sterne vergab und keinerlei Zustimmung mehr erhielt, hatte bis dahin ausschließlich seinen Senf zu echten Brüllern wie:
"Die Anfängerklausur im BGB: Kernprobleme des Allgemeinen Teils in der Fallbearbeitung"
gegeben.
Evtl. war das der erste Roman, den er je las und kann durchaus mithalten, was Humor und Schreibstil angeht?
Ach, wir werden es nie wissen, weshalb Bücher, wenn sie gerade frisch ins Amazon-Angebot gelangen, so einen Schwung Vorschusslorbeeren erhalten.
Zumindest werde ich keine Vermutung äußern, die irgendeinen Anwalt gleich wieder zu irgendwelchen Einschreiben veranlassen könnte ... :)
Aber sollte ich je mein eigenes Buch auf den Markt bringen, werden sich Menschen in meinem Umfeld evtl. plötzlich genötigt sehen, euphorische, verkaufsfördernde Rezensionen zu schreiben ...
Ok, der eigentliche Untertitel ist: "Eine Amerikanerin in Deutschland"
Klingt lustig.
Der Klappentext klingt auch lustig, aber ich habe mich eben mühsam bis Seite 18 gelesen und dann hatte ich absolut genug gelesen von dieser Amerikanerin in Deutschland.
Sie klingt derart überheblich und von sich selbst eingenommen, dass die Lust weiterzulesen verlorengeht, noch bevor sie in ihrer Geschichte auch nur in Deutschland ankommt.
Ok, im Vorwort lobt sie gönnerhaft Deutschland, Bonn, Frau Merkel, die sie als intelligente, bescheidene und pragmatische Frau kennengelernt hat, deren Ehrlichkeit, Integrität und guter Wille das Ansehen Deutschlands in der Welt gesteigert und hoffentlich dem letzten Zweifler die Augen für dieses Land geöffnet hat. Wobei die Kanzlerin nicht die einzige Deutsche ist, die einen positiven Beitrag zur Geschichte leistet. Nein, sie befindet sich in guter Gesellschaft mit Benedikt XVI. dem ersten deutschen Papst der Moderne.
Dieses Geschwalle befindet sich auf Seite 12.
Ein Wunder, dass ich noch 6 Seiten durchgehalten habe.
Nein, nicht mein Buch ...
der Amazon-Link:
Dear Germany: Eine Amerikanerin in Deutschland
Nachtrag:
vermutlich bin ich die Letzte, die es merkt, aber ich möchte es dennoch als Aha-Erlebnis kundtun.
(evtl. bin ich ja doch noch die Vorletzte und rette irgendwen vor Fehlkäufen ...)
Bis zum 04. Juni 2008 hatte das Buch bei Amazon ausschließlich gute Leser-Rezensionen.
Diese Leserrezensionen hatten allesamt viel positiven Zuspruch

Nicht schlecht, diese Reaktionsflut, wenn man bedenkt, wann das Buch auf den Markt kam:

Dear Germany hat bis heute 37 Kundenrezensionen erhalten:

Es ist nicht so, als hätte ich rein gar nichts zu tun, aber so auf dem Weg zu Mount Bügelberg stelle ich gerade den Sinn der Amazon-Kundenrezensionen für mich in Frage und grüble, wie sie wohl zustande kommen.
Wer hat da die 5-Stern-Rezensionen geschrieben und warum?
Max "SkaterBoy", der noch diesen Oktober 5 euphorische Sterne vergab und keinerlei Zustimmung mehr erhielt, hatte bis dahin ausschließlich seinen Senf zu echten Brüllern wie:
"Die Anfängerklausur im BGB: Kernprobleme des Allgemeinen Teils in der Fallbearbeitung"
gegeben.
Evtl. war das der erste Roman, den er je las und kann durchaus mithalten, was Humor und Schreibstil angeht?
Ach, wir werden es nie wissen, weshalb Bücher, wenn sie gerade frisch ins Amazon-Angebot gelangen, so einen Schwung Vorschusslorbeeren erhalten.
Zumindest werde ich keine Vermutung äußern, die irgendeinen Anwalt gleich wieder zu irgendwelchen Einschreiben veranlassen könnte ... :)
Aber sollte ich je mein eigenes Buch auf den Markt bringen, werden sich Menschen in meinem Umfeld evtl. plötzlich genötigt sehen, euphorische, verkaufsfördernde Rezensionen zu schreiben ...
Mittwoch, 4. November 2009
Montag, 2. November 2009
Weihnachtsmöwe
Hier ist kein Dresdner Stollen®

Wer im Internet werkelt, kennt das Magengefühl, das frau beschleicht, sobald sie einen blauen Zettel aus dem Briefkasten fischt, mit dem sie am folgenden Werktag - nicht vor 10 Uhr - ein Einschreiben abholen darf.
Das kann nur von einem Rechtsanwalt sein ...
Und so war es auch diesmal:
Der Rechtsanwalt Dr. Sebastian Wündisch aus Dresden hat mir im Auftrag des Schutzverbands Dresdner Stollen e.V. geschrieben, weil ich auf der Hausfrauenseite ein Rezept hatte über dem "Dresdner Stollen" stand.
Böser Fehler!
Das ist nämlich kein Dresdner Stollen - bzw kein Dresdner Stollen®!
Ein Dresdner Stollen® braucht nämlich zwingend das ®
und auch mit ® ist das auf meiner Seite kein Dresdner Stollen®, weil ein Dresdner Stollen® nur "im Verbandsgebiet des Schutzverbandes Dresdner Stollen e.V. von Mitgliedsbetrieben hergestellt werden darf und den Qualitätsanforderungen der Kollektivmarkensatzung des Schutzverbandes Dresdner Stollen e.V. entsprechen muss."
Jawohl!
Also, der Stollen, den man nach dem Rezept auf meiner Seite backen kann, ist einfach nur ein sauguter Christstollen und hat rein gar nichts mit einem Dresdner Stollen® oder dem Schutzverband Dresdner Stollen e.V. zu tun.
Und ich hoffe, dass mein deutlicher "dies ist kein Dresdner Stollen®!!!" Hinweis dem Schutzverband Dresdner Stollen e.v. nun ausreicht, damit die "Grußformel" nicht zieht:
"Für den Fall, dass die Änderung nicht, nicht vollständig oder nicht fristgemäß vorgenommen wird, behält sich unser Mandant sämtliche Ansprüche vor, welche die Geltendmachung von Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen sowie die Übernahme der durch unsere Beauftragung entstandenen Kosten mit einschließen."
Ihr ahnt es ...
nicht nur sämtliche Wolfskin-Artikel, auch der Dresdner Stollen® hat damit keine Chance mehr, je Einlass in unsere behagliche kleine Räucherkate zu finden.
Lieber futter ich wie jedes Jahr einen selbstgemachten Christstollen, denn Verbände die einem gleich mal dreiseitige Anwaltsschreiben zumuten, sind mir schlicht grundunsympathisch.
ach ja:
Dresdner Stollen® ist eine eingetragene Kollektivmarke des Schutzverbandes Dresdner Stollen e.V.
Ich wurde der Kühe beraubt!
Sonntag, 1. November 2009
Eben, beim Danewerk ...
... dem immerhin größten Bodendenkmal Nordeuropas ... ![]() Als Exil-Kölnerin bin ich von den Römern ja leicht verwöhnt. Die Wikinger haben uns hier weniger und auf den ersten Blick auch deutlich weniger spektakuläre Spuren hinterlassen. | die Waldemarsmauer (hat sogar eine eigene, interessante -> Website![]() ![]() ![]() |
Samstag, 31. Oktober 2009
1. Herbstmarkt in Haithabu

Vorhin waren wir auf dem 1. Herbstmarkt in Haithabu


An dem Fischstand kamen wir nicht vorbei, ohne uns einen geräucherten Fisch - aber einen ohne Kopf :) - mit nach hause zu nehmen.


Barrierefrei ist der Markt eher nicht und ob er bei strömendem Regen Spaß machte, wage ich auch zu bezweifeln, aber heute war es sehr nett.
In einer der Winkinger-Hütten kann man Kirsch-Met und Kinderpunsch kaufen, dazu Sauerteigbrot, Käse und Salami. In der Mitte der Hütte sitzt ein netter Mensch, der fröhlich Frikadellen grillt, zu denen man auch noch Senf und Ketschup (typisches Wkinger-Esssen eben) bekommt.
Doch, das war nett
Und ist morgen übrigens auch noch geöffnet.
-> mehr Infos
Donnerstag, 29. Oktober 2009
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