Freitag, 15. Mai 2009

Meine toughe Frauen Vampir-Romänchen

Seit ein paar Wochen dümpelt meine Lektüre in wenig intellektuellen Regionen herum und ich verschlinge ein toughe-Frauchen-Vampir-Romänchen nach dem anderen.
Schaumbäder für die Seele :)

Relativ bekannt ist wohl allen ähnlich Niveaulosen Mary Janice Davidson mit ihrer unfreiwilligen Vampirkönigin Betsy und ihrem sagenhaft gut bestückten und leidenschaftlichen Vampirkönig Sinclair.
Betsy ist Shopaholikerin mit Hang zu Schuhen und dazu hat sie ein paar ganz erstaunliche Fähigkeiten, die andere Vampire eher nicht und wir Leserinnen schon gar nicht haben.
Sie kann tote Menschen sehen und mit ihnen kommunizieren. Dazu ist sie selbst eine ziemliche "Klischee-Blondine" in unkaputtbar. Sie überlebt Tageslicht, Kreuze, Segenswünsche etc problemlos und ist rundum ungebildet ungebildet, wenn es nicht gerade um Schuhe geht.
Ihre Halbschwester ist die Tochter des Teufels - habe ich irgendwas vergessen?
Insgesamt hält Frau Davidson sich aber an die üblichen Vampir-Vorgaben, was Vampire angeht.
Blutsaugen, tageslichtscheu, relativ unsterblich etc.
Vom Stil her sind ihre Bücher durch und durch witzig bis arg albern und stellenweise etwas naja, versaut. Die Sex-Szenen finde ich persönlich nicht unbedingt erotisch, sondern auch eher witzig bis albern.
Die Reihe beginnt mit "Weiblich, ledig, untot"

Dann gibt es noch Michelle Rowen.
Ihre Protagonistin Sarah Dearly wird von ihrem Date in den Hals gebissen und begreift gar nicht recht, dass er ein Vampir ist - und sie nun auch - bis ein Vampirjäger auftaucht und ihren Verehrer mit einem Holzpflock in Glibber verwandelt und sich danach ihr zuwenden möchte.
Auf ihrer Flucht läuft sie zufällig einem Vampir in die Arme, den andere ehrfurchtsvoll Meister nennen und der sie selbstredend rettet und selbstredend wahnsinnig attrativ ist etc.
Also wieder frisch, frech, fröhliche Neu-Vampirin in amourösen Verstrickungen mit attraktivem mächtigen Vampir, zudem umschwärmt von ehemaligem Vampir-Jäger.
In dieser Vampir-Welt wird Kunstblut getrunken, Tageslicht blendet Vampire nur ein wenig und auch Kreuze und Kirchen bewirken nichts. Essen können Vampire nur schlecht aber dafür vertragen sie Unmengen Alkohol.
Vom Stil her auch witzig, nicht ganz so albern und die Sex-Szenen sind nicht so überzogen, bzw machen noch in jugendfreien Regionen Halt.
Insgesamt kann man sich in Sarah eher wiederfinden als in dem Betsy Dumpfbäckchen.
Diese Reihe beginnt mit "Ein Anfang mit Biss"

Als nächstes fand ich Charlaine Harris.
Ihre Protagonistin Sookie Stackhouse ist (noch?) keine Vampirin, dafür kann die natürlich höchst attraktive Kellnerin die Gedanken anderer lesen. Eine Gabe, die sie eher für eine Strafe hält und die dazu führten, dass sie noch ungeküsst war, als Vampir Bill in ihre Kneipe stolpert und Kunstblut trinkt.
In dieser Welt entpuppen sich nach und nach einige als magischen Gestalten oder Menschen mit magischen Fähigkeiten. So entpuppt sich ihr Chef als Werwolf - ähm, Wer-Collie und es trottet eine Blutspur hinterlassende Mänade durch die Wälder und und und.
Sookie, die bisher ungeküsste, findet nun immer mehr und immer reizvollere Verehrer und ist dem einen oder anderen Küsschen auch nicht abgeneigt, obwohl natürlich Vampir-Bill gewohnt ungemein attraktiv, potent etc ist.
Aber es gibt einen noch mächtigeren Vampir, Eric, der Sookies Herz (oder zumindest ihren Schlüpfer) auch gerne erobern würde, dann Chef Sam und ich bin sicher, es kommen noch andere.
(da Eric immer ansprechender wird, bin ich gespannt, ob Vampir-Bill irgendwann verstirbt um nicht weiter zu stören ...)
Ach so - die Vampire in dieser Welt leben legal und offen als Vampire und bedienen sich nun gerne Sookies gedankenlesender Fähigkeit um Probleme mit Menschen legal und ohne böse Foltermethoden zu lösen, wodurch Sookie ihre Sonderrolle zwischen all den Vampiren zusteht.
Die Bücher sind eher spannend als lustig.
Diese Reihe beginnt mit "Vorübergehend tot"

Zuletzt bin ich dann noch über Gerry Bartlett gestolpert.
Ihre Glory St. Clair ist schon ein alter Vampir.
Gebissen wurde sie aber natürlich als junge, attraktive Frau und zwar von ihrem schottischen Geliebten Blade. (ratet mal ... genau: attraktiv, potent, leidenschaftlich, mächtig etc)
Über die Jahrzehnte geht es in der Beziehung der beiden wohl auf und ab - wir erleben gerade ein aus dem Keller kommendes "Auf". Anders als die anderen Protagonistinnen, ist Glory ausdrücklich nicht dünn, aber es kommt zur gewohnten Konstellation: schlagfertige Frau von hinreißenden, leidenschaftlichen, mächtigen Männern umschwärmt und in die eine oder andere Versuchung geführt.
In dieser Vampir-Welt wird Kunstblut getrunken, aber man lebt im Verborgenen.
Neben Vampiren gibt es noch Werwölfe, Gespenster und seltsam programmierte Hunde.
Bis auf Glory können scheinbar alle Vampire Gedanken lesen und sich selbst dagegen schützen. Tageslicht ist gefährlich und die bösen Vampirjäger sind es auch.
Die Romane lesen sich irgendwo zwischen amüsant, amourös und spannend.
Die Reihe beginnt mit "Echte Vampire haben Kurven"

Kennt Ihr noch mehr?
Diese Vampir-Heldinnen sind wirklich nett kurzweilig zu lesen.
Nicht anspruchsvoller als ein Groschen-Romänchen machen sie einfach gute Laune.

1 Kommentar:

  1. "Verliebt in einen Vampir" von Lynsay Sands

    "Blind Date mit einem Vampir" von Katie MacAlister.

    Die anderen liegen zur Zeit im Schlafzimmer auf dem Nachtschrank ...

    Gruß Ulrike

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