Freitag, 23. September 2016

linksversiffter Gutmensch und die Flüchtlinge

Nebenbei werkel ich übrigens noch immer in Sachen Flüchtlinge herum.
Da ich ganz gut in Sachen Behördenkram bin, ist das auch mein Betätigungsfeld bei/für Flüchtlinge.

Neu bei meinen Leuten ist nun eine Familie aus Afghanistan.
Allesamt sehr nett, sehr sauber und sämtliche Männer schütteln mir absolut immer die Hand.
Auch Flüchtlinge gucken Nachrichten und seit das Händeschütteln zu einem Thema wurde, schütteln einem sehr viel mehr Männer die Hände als vorher. Vermutlich meinen sie, dass allen Deutschen das Händeschütteln ein ganz unglaubliches Anliegen ist.

Mir wurde schon öfter prophezeit, dass ich schon noch sehen werde, was ich "davon" haben werde, ein linksversiffter Gutmensch zu sein.
Was ich bisher davon hatte, ist ein Schwung sehr leckerer Rezepte und von einer Familie bekam ich Samtpantöffelchen für die Handtasche geschenkt, mit passendem Samtbeutelchen, damit ich sie immer mitbringen kann.
Ich ekel mich nämlich vor fremden Hausschuhen.

Und heute bekam ich noch eine Gratis-Anekdote für Euch geliefert.
Wenn ich zu der afghanischen Familie komme, werde ich immer von der kompletten Familie mit Händeschütteln begrüßt und verabschiedet.
Heute stand ich an der Tür, verabschiedete mich - und alle schüttelten mir brav die Hand, wirkten aber etwas verwirrt.
Ich öffnete die Tür, ging, schloss die Tür ... fast hinter mir, bis ich begriff, dass ich gerade dabei war, den Besenschrank zu betreten.
Ich drehte mich um und ... da ich selbst furchtbar lachen musste, lachte man kollektiv mit.
Vermutlich hätte man aber auch akzeptiert, wenn ich einfach ein Weilchen in der Besenkammer hätte bleiben wollen.
Deutsche sind manchmal einfach etwas wunderlich ...


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