Sonntag, 2. September 2012

Übergrößenkataloge mit mageren Fotomodellen

Eigentlich brauche ich eine neue Hose.
Und da ich über einen Hintern verfüge, der durchaus seine eigene Postleitzahl verdienen würde, traf es sich gut, dass gerade der Katalog eines Übergrößenanbieters in der Post gewesen ist. (gewesen war? hm ...)
Ich machte mir einen Kaffee und setzte mich gemütlich mit dem Katalog an den Tisch.

Ca eine Stunde später hatte ich zwar keine neue Hose bestellt, aber diesen wunderschönen Untersetzer gebastelt:



Was denken sich die Anbieter von Übergrößen eigentlich dabei, schlanke Fotomodelle einzusetzen?
Dass die Frauenzeitschriften kaum davon abzubringen sind, Mode an brustlosen Kindern vorzuführen, ist die eine Sache, aber Übergrößen sehen an schlanken Frauen einfach erbärmlich aus.

Schaut mal, wie die drei hier in ihren Klamotten ertrinken:

Der Fotograf hatte wohl Humor und hat sie auch entsprechend unbehaglich posieren lassen.
Mich erinnerten die Bilder zuerst an diese Anzeigen, in denen frisch erschlankte Frauen in ihren alten Klamotten Hula spielen (bevor Freund Jojo kommt und sie wieder hineinpassen)

Sie soll die geneigt verfettete Kundin nun wissen, ob der blaue Mantel über ihrem Rettungsring aufträgt?
Ob die Blusen über dem zarten DoppelD evtl. spannen?
etc

Um den Absatz ihrer Produkte zu erhöhen, kann ich ja verstehen, wenn die Kataloge mit jungen, drallen Frauen gemacht werden, statt mit schlaffen Matronen in Größen 50+ - obwohl das natürlich viel aussagekräftiger wäre.

Ach ja ... dann verkaufen die mir eben nichts und ich habe einen schönen, neuen Untersetzer.

Zum Nachbasteln, falls Ihr auch nutzlose Kataloge bekommt:
Bastelanleitung

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