Mittwoch, 6. Juni 2012

vegetarische und vegane Pilzpfannen

Gerade habe ich beschlossen, die nächsten Pilze erst zu kaufen, wenn meine vegetarische Lieblingstochter im Urlaub ist, denn eigentlich, eigentlich, eigentlich will ich ja nichts anderes, als Speck anbraten und dann darin mit Zwiebeln und Knobi meine Pilz zu dünsten.
Darf ich sogar - voll Logi :)
Aber immer, wenn ich die Pilze gerade geputzt habe, kommt besagte Vegetarierin um die Ecke,
bekommt große, leuchtende Augen und Mutti räumt den Speck wieder in den Kühlschrank.

Auf die Art hatten wir zuerst eine vegetarische Pilzpfanne und dann eine vegane Pilzpfanne.

Ich bin sooooo lieb zu Vegetariern, probiere zig vegetarische Rezepte aus, lasse mir vegetarische Varianten zu den konventionellen Rezepten einfallen und und und ... aber Vegetarier sind nicht nett zu den Fleischessern ...

Sie zementieren meine Vorurteile durch gelegentliche Mails:
Wehe, ich erwähne, wie man mit wenigen Handgriffen (in die Fleischtheke) mit dem gleichen Essen auch noch einen pubertierenden Nicht-Vegetarier im Wachstum satt bekommt.
Und damit meine ich nicht mich, sondern den "kleinen" Bruder meiner Vegetarierin.

So eine leckere vegetarische Pilzpfanne, übergießt man zB einfach üppig mit Ketschup und legt dann noch ein Steak mit auf den Teller :)




Wenn man dann noch einen "Energy-Drink" mit auf den Tisch stellt, hat man einen ausnahmsweise mal lächelnden Halbwüchsigen am Tisch. Evtl. Reste dieser Energy-Drinks kann man übrigens hervorragend als Rohrreiniger benutzen oder um Silber zu putzen *scherz*

Jaja, das Steak habe ich auf dem Bild weggelassen :)

Manche Vegetarier führen sich auf wie die Missionare und lassen Mails vom Stapel, die wirklich an religiöse Eiferer erinnern.
Vegetarische Rezepte von Nicht-Fanatikern scheinen denen dann unheimlich und die blosse Erwähnung der Möglichkeit von Fleisch, verletzt ihre religiösen Gefühle.
Ich koche meist vegetarisch.
Ist einfacher wegen meiner Tochter und preiswerter ist es noch dazu, da ich bei Fleisch meist zu Bio greife - was auf dem Dorf übrigens gar nicht einfach ist.
Unser Edeka experimentiert gelegentlich mit Bio-Fleisch, lässt es aber schnell wieder sein, da es außer mir keiner zu kaufen scheint.
Wenn man hier ausgeht, kann man Standards, die man aus der Stadt gewöhnt ist, hier gleich ganz vergessen.
Glücklicherweise hat mein Töchterlein Humor, denn wenn sie in Restaurants konkret nach vegetarischen Gerichten fragt, wird ihr oft Salat mit Putenbruststreifen angeboten.
Gerne verbunden mit einem "ach, auch kein Hühnchen?!", wobei auch hier Putenbruststreifen eher selten aus Hühnchen gesäbelt werden.

Egal, ich liebe empörte Vegetarier-Mails ... sie sind so schön weltfremd und unreif.
Ich stelle mir vor, wie lustig ihr Leben wird, wenn sie mal "groß" sind und ihr Nachwuchs auf der Suche nach Reibung und Abgrenzung von Mutti, die Zeitschrift "Beef" abonniert.
Ja, Kinder tun so etwas ...
Ich zB bin definitiv ein wenig links pazifistisch angehaucht ... und was macht der Sohn, wenn er Mutti zanken will?
Er grübelt laut über die Möglichkeiten einer Karriere bei der Bundeswehr.
Damit beißt er bei mir allerdings auf Granit, bzw sieht er mich nur honigsüß grinsen, da ich die Vorstellung, wie er auf militärischen Drill reagieren wird, ausgesprochen amüsant finde.
Evtl. könnte mich allein schon die Tatsache, dann statt Haaren auch mal wieder Augen sehen zu können, schwer über die Uniform hinwegtrösten ;-)

Und liebe Vegetarier:
für jede blöde Mail, die ich bekomme, gehe ich in den Garten und verdresche meine Hühner!



1 Kommentar:

  1. hallo,

    menschen, die sich selbst etwas verbieten, versuchen dies gern auch bei ihren mitmenschen. scheinbar macht diese art von selbstgewähltem entzug sauertöpfisch und intolerant. dieses phänomen gibt es nicht nur bei vegetariern ;-)

    schön, dass du dich nicht entmutigen läßt. mach weiter so!

    liebe grüße
    kerstin

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