Montag, 14. November 2011

Tag 3 - under Spam

Sehr cool, was ich jetzt alles über Mails weiß.
Ein Tipp, den ich jetzt weitergeben kann:
wenn Ihr Spam bekommt, löscht ihn einfach ...

Grundsätzlich sind alle Mails mit einem angehängten Dokument oder einer Url Spam.
Doch, ist so.
Außer Ihr erwartet von genau dieser Person genau diese Mail, weil Ihr um ein Dokument oder eine Url gebeten habt.
Sollte die Mail von einer Vertrauensperson kommen, aber nicht wie sonst mit "Huhu Dickerchen!", sondern unpersönlich beginnen: Spam! Löschen!

Die Netten weisen denjenigen der da unfreiwillig als Absender angegeben wurde, gerne auf den Umstand des Spams hin.
Das ist nicht recht nötig, da Spam meist an vermutlich sehr viel mehr tote als aktive Mailadressen geht und die "diese Mailadresse ist tot"-Nachrichten zusammen mit "ich bin gerade im Urlaub"-Antworten beim unfreiwilligen Absender aufschlagen.

Nach all den Jahren im Internet bin ich vermutlich so abgestumpft, was Spam angeht und bekomme davon auch soviel, dass ich es mir zeitlich gar nicht leisten könnte, mich aufzuregen oder zu recherchieren.
Eins weiß ich:
nie auf Spam antworten, auch nicht um sich von Mailinglisten abzumelden, zu denen man sich nie angemeldet hat, denn damit bestätigt man dem Spamer lediglich, dass das eigene Mailaccount aktiv ist und man bekommt gleich noch viel mehr Spam.
Besser, man schubst hartnäckige Absender in den Spamfilter - oder bei Freemailern:
regelmäßiger Wechsel der eigenen Mailadresse und eine Info über die neue Adresse nicht automatisch an alle versenden, sondern vorher sieben.

Wer den vermeintlichen Absender anschreibt, wird meist keine Antwort bekommen, da so ein Absender-Account schlicht stillgelegt werden musste.
Zu der Adresse, die da bei uns gewählt wurde, gehen weiterhin in 10 Minuten ca 500 dieser automatischen "tot-Urlaub"-Antworten ein, weshalb wir diese Adresse sozusagen schon vor unserem Server ausgeknipst haben, damit bei dem gar nicht erst diese Flut ankommt.
Und ja, ich drücke mich bewusst bildlich aus.

So, wer jetzt bei der betroffenen Domain ins Impressum steigt und dort Kontaktdaten findet und nutzt, der sollte ganz dringend überlegen, was er gerade vorhat.
Bei mir ist alles noch im Rahmen geblieben - ich bekomme gelegentlich entnervte Mails, schicke eine Standard-Antwort heraus und bekomme dann meist noch eine nette "Aha"-Mail.
Der nette Kripo-Mensch der sich um die Angelegenheit kümmert, hielt mir aber eine lange Rede, welche Maßnahmen ich ergreifen soll, wenn ich beleidigt oder bedroht werde.
Wenn ich das richtig verstehe, besteht keine Chance, den eigentlichen Verursacher dieses Spams mit der Keule der Gesetzgebung zu treffen.
Stattdessen wird diese Keule aber wohl regelmäßig den Spam-Empfängern auf die Pfoten gehauen, die sich dazu hinreißen lassen, den unfreiwillig im Absender Genannten zu beleidigen oder zu bedrohen.
Pöff ... Nö ...
Ich habe bis Freitag ja auch noch gedacht, ein Server müsste gehackt worden sein um als Absender herzuhalten - und die Annahme der komplett Entnervten ist halt, dass wir nichts an unserem gehackten Server unternehmen.
Ist er aber nicht.
Unserem Server geht es prächtig und die darauf abgelegten Daten sind nicht betroffen.

Und Kraft meines neuen, profunden Mail-Wissens, bin ich jetzt in der glücklichen Lage, höhnisch über all die Ahnungslosen grinsen zu dürfen, die mir Mails mit der geballten Kraft ihres Halbwissens zukommen lassen.
Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mich amüsiert es immer, wenn ich auf irgendeinem Technik-BlaBla-Feld mehr drauf habe, als irgendso ein hihi MANN.
Manche Mails muss ich erst Felix zeigen um danach überheblich grinsen zu können und ich bin sehr zuversichtlich, dass mein neues, profundes Mail-Wissen sich auch nicht lange halten wird.
Meine Güte, ist so ein Kram - naja, technisch, voller Zahlen und seltsamer denglischer Fachbegriffe, die sich noch dazu quartalsweise ändern.

Einer von den Netten wies mich darauf hin, dass der Begünstigte dieser Spamwelle zuletzt Vodafone als Absender hatte und das beworbene Portal eine bekannte Abo-Falle ist.
Das bedeutet wohl, dass ein nicht ganz unbeträchtlicher Anteil der Spam-Empfänger doch auf die bespamte Seite locken lässt und dann angesichts vieler öhm, Aktbilder bereit ist, die Kreditkarte zu zücken und sich auf ein dreitägiges Probeabo einzulassen.
Kostet nur knapp 4,- Euro und wow - nackte Frauen!

Es ist dann zwar etwas mühsam, das Abo wieder zu kündigen, da man keine "Abo-Kündigen"-Möglichkeiten findet, aber wie ich ergoogelte, schafft man es dann wohl mittels Einschreiben und Co, sich doch aus diesem einen Abo herauszukündigen.

Pech nur, dass nicht nur die knapp 4,- Euro abgebucht werden, sondern noch 3 weitere Beträge, denn man hat unbemerkt nicht nur das eine, sondern 4 Abos abgeschlossen - die man übrigens nicht gekündigt hat.
Und zu den 3 anderen Abos bekommt man nun Rechnungen, die direkt von einem Inkasso-Büro kommen.

Da es Männer gibt, die evtl. nicht offen mit ihren Lebensgefährten kommunizieren möchten, dass sie sich auf eine darm-stopfen oder 5-Mark-Arschlöcher - Domain verlocken ließen UND in diesem vertrauenserweckenden Umfeld die Kreditkarte zückten, dürften sehr viele dieser Rechnungen zähneknirschend beglichen werden.
Insbesondere, da Inkassobüros gerne den Eindruck erwecken, ihre Rechnungen seien irgendwie gewichtiger, als es normale Rechnungen sind. (sind sie übrigens nicht)

Tja, also würde ich sagen, dass diese Spam-Deppen sich so lange eine goldene Nase verdienen, wie Männer angesichts von nackten Frauen ihre Kreditkarten zücken ...

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