Montag, 30. Mai 2011

der Gurkentod

Vorhin habe ich herzlich gelacht, als mich ein netter Raucher vor dem Erwerb und Verzehr von Salatgurken warnte.
Die deutschen Bauern sind sauer auf die Medien, deren Berichterstattung angeblich zu einer Massenhysterie und sie in die Pleite triebe.
Und es stimmt ja irgendwo, dass die Medien uns täglich berichten, dass irgendwas an 3 spanischen und einer holländischen Gurke gefunden wurde.
Interessant ist, dass die gleichen Medien schon seit Jahren über die Risiken von Nikotin, Alkohol und Drogen berichten. Engagierte Medien berichten über die qualvollen Lebensbedingungen von Vieh aus der konventionellen Haltung. Wir alle wissen, warum billiges Grillfleisch gerne farbig und kräftig gewürzt wird ... und dennoch findet all dies weiterhin reißenden Absatz.
Schon interessant, wie und worauf Konsumenten reagieren.
Mich persönlich lässt zB der potentielle Gurkentod kalt verglichen mit dem restlichen Kram.
Allerdings lassen mich diese wässrigen Gurken und Tomaten aus den Supermärkten auch kalt und Salat habe ich noch nie gemocht. War ich froh, als ich lesen durfte, dass Blattsalate eh kaum noch Vitamine haben, wenn man sie nicht unmittelbar nach der Ernte verzehrt.
Tomaten ... entweder schmecken sie nach Wasser oder erschrecken einen dadurch, dass im Kühlschrank vergessene Tomaten nach 6 Wochen noch prall und lecker aussehen.
Mir sind sie längst unheimlich geworden und für mich selbst kaufe ich schon lange keine "frischen Tomaten" mehr.
Wie oft folgen wir einer Essenseinladung und finden dann den traurigen Hohn auf Tomaten mit Mozzarella und Basilikum auf dem Buffet? Üppig übergossen mit der unvermeidlichen Balsamico-Creme, die den Möchtegern-Spitzenkoch auszeichnet?
Natürlich wässrige Fleischtomaten und dann Galbani-Gummibälle in Weiß.
Mir ein Rätsel, warum Leute nicht einfach seltener Mozzarella kaufen, dann aber bitte richtigen, der auch geschmacklich irgendwas mit Mozzarella zu tun hat?!
Ihr müsst das mit der "das ist kein Jim Bean"-Stimme lesen ...
In einem Restaurant habe ich die Vorspeise umgehend zurückgehen lassen, als es doch nicht der versprochene "Büffelmozarella" war, während mein Begleiter klaglos seine gepressten Fischabfälle (Surimi genannt) verspeiste, die ihm als "Krebsschwänze" auf seiner Pizza serviert wurden.

Was nun die Massenhysterie angeht, tagträume ich für die armen Knasthühner gerade von einer entsprechenden Seuche, bei dem dann Eier und Hühner aus der Qualhaltung unter Verdacht geraten und Wiesenhof und Co Konkurs anmeldet.
Hach ...

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