Sonntag, 6. März 2011

Risiken des Wegwerfs ...

Meist macht es Freude, sich durch die Regale und Kisten zu wühlen, denn man stößt auf alte Schätzchen und Zettel, die man längst vergessen hat.
Gerade die Zettelchen der Kinder aus Tagen, in denen das Schreiben noch eine eher neue Errungenschaft war, sind teilweise doch sehr erheiternd.
Aber manchmal findet man auch kleine Erinnerungen, die einem dann erst einmal einen Waldspaziergang an der Sonne aufnötigen, bei dem einen dann Tränen wie Tautropfen in den Wimpern hängen.
Mein Papa hat mir gefühlte 3 Mio Postkarten in seinem Leben geschrieben.
Sie waren sehr präsent und wurden von mir überall hingestopft, als Lesezeichen zB.
Legte man all seine Karten nebeneinander, reichten sie locker von Gutenberg bis Berlin ;-)
Übel ist, dass ich sie eigentlich nie wirklich wertgeschätzt oder auch nur gelesen habe.
Ja, das ist böse, aber mein Papa hatte eine gruselige Handschrift und neigte zu lyrischen Ergüssen, die meist nicht recht in meinen Alltag passten.
So freute ich mich meist über die Bilder und ersparte mir die Texte, da ich oft Lästerliches entgegnete. So schrieb er gerne über Landschaften und Denkmäler, aber wenn man mit ihm unterwegs war, galten seine bewundernden Blicke doch eher langbeinigen, jungen und sehr weiblichen Geschöpfen, welche auf seinen Karten dann aber eher keine Erwähnung fanden.
Ach ja ... und nun hole ich es eben nach - wann immer ich eine finde, lese ich sie nun doch.
Und was soll ich sagen?
Ich lese und kicher insgeheim doch wieder über ausgelassene Weiblichkeiten ...

Und dann kommt so etwas:

Mächtig Wind hier in der Ägäis zwang zu meisterlichen Landungen.
Anflug bis 1 m über der Bahn 30° quer zu dieser.
Klappte aber noch prima.

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