Freitag, 25. Februar 2011

Erwin Wurm - mein neuer Held des Wegwerfs

Zuletzt war ich mit einer Freundin in Bonn im Kunstmuseum.
Sollte jemand in Bonn versuchen sein Navi auf "Museumsmeile"zu programmieren,
hilft übrigens Willy Brandt in Form einer Allee weiter - aber das nur am Rande.

Unter allen Werken begeisterte mich diesmal Erwin Wurm.
Es ist unwahrscheinlich, aber sollte je Erwin Wurm hier hineinlesen,
so soll er sich bitte nichts daraus machen, dass ich mich aus vollkommen falschen Motiven begeistere. Wer mich kennt, weiß dass ich überhaupt keine Ahnung von Kunst habe und auch nicht so tue. Ich gucke nur gerne!

Also, Erwin Wurm ist in meinen Augen das Genie des Wegwerfs!
Stehen wir nicht alle mal vor dem Problem, Dinge vom Hals, bzw aus der Wohnung haben zu wollen, die noch völlig intakt sind? Aber schauderhaft? Oder langweilig? Oder einfach überzählig und unnötig?
Und wie löst man dieses Dilemma?
So:







Ist das nicht genial?
Ich hätte da auch noch ein paar sogar selbstgestrickte Pullover aus den 80ern, die leider ohne Schulterpolster doof aussehen und mit Schulterpolstern jetzt auch ...

Im gleichen Raum mit den Pullovern befand sich dann noch ein Podest mit unzähligen gelben Tennisbällen. Aktionskunst. Man sollte sich ohne den Boden zu berühren auf die Tennisbälle legen und so Teil des Kunstwerks werden.
Fand ich gut.
Und die Museumswärter in Bonn guckten auch so, als dürfe man tatsächlich Teil des Kunstwerks werden. Mir kam gleich wieder die Ausstellung Köln in den Sinn, wo ein Tausch-Koffer von den Kölnern in einen Acrylkasten gesperrt wurde, damit niemand etwas dem Koffer entnehmen oder beifügen könnte, was das Werk ziemlich absurd machte.
Gut, aber in Bonn lagen die Tennisbälle auf dem Podest und warteten auf Belebung.
"Möchtest du nicht Teil eines echten Wurms werden?", lockte ich meine Freundin - die Kamera knipsbereit.
Nein, wollte sie nicht.
Daher keine Bilder meiner auf Tennisbällen gebetteten Freundin.
Schade, eigentlich!

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