Mittwoch, 1. September 2010

Hilfe für Ladakh

In den letzten Wochen habe ich öfter bang in die Nachrichten geschaut und gegoogelt, wie es wohl meiner Freundin Anke geht, die seit Jahren im Sommer im Kloster Lingshed unterrichtet.

Im Juni hatte sie sich nach wochenlangem Konditions- und Reittraining wieder verabschiedet:

jetzt ist es tatsächlich soweit. Am 20.6. trete ich die weite Reise nach Ladakh/Himalaya an, um in dem buddhistischen Kloster Lingshed für 9 Wochen als Lehrerin zu arbeiten. Ich habe ein wenig angst vor dem tagelangen Fußweg über die Fünftausender, vor dünner Luft und protestierenden Muskeln, aber die Freude all das erleben zu dürfen, was da vor mir liegt, überwiegt. Ich werde Englisch unterrichten und Yoga, Medizin und Musik. Ich werde lernen Buttertee zu bereiten und die Gerste zu ernten, wie eine Gemse zu klettern und aus den Gebirgsbächen zu trinken und...und...und
Jonas und Mel werden mich Mitte August dort oben besuchen und dann den fünf Tage Trekk zurück, mit mir gemeinsam antreten. Was für eine Freude!!


In der Nacht zum 06. August kam es zur Schlammkatastrophe.


Zu unserer großen Erleichterung haben Anke und auch ihre Söhne diese Katastrophe überlebt.

Wie Ihr  wisst, haben wir alle in Ladakh eine sehr schwere Zeit durchgemacht. Wir haben die Angst, unter den aus den Bergen schießenden Schlammmassen  getötet zu werden, gemeinsam  aushalten müssen. Dann haben wir tagelang ohne Verbindung zur Außenwelt um das Wohl unserer Familien in Leh gebangt, geweint, gefürchtet.

Am Wochenende sind sie nach Deutschland zurückgekehrt.
Wie man das Erlebte verarbeitet?

Wir sind Zeugen einer Naturkatastrophe geworden. Wir haben erleben müssen, wie die Menschen die uns ans Herz gewachsen sind wie Geschwister, ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Wie sie auf der Flucht vor Wasser und Schlamm um ihr Leben rannten hinauf in die Berge und zusahen, wie ihre Häuser und ihr ganzer Besitz begraben wurden unter grauem Schlamm und rasenden Felsbrocken. Wir haben alles was wir noch hatten mit ihnen geteilt. Kleidung, Schuhe, Decken und und und. Wir haben unser Geld dagelassen, um die Not wenigstens ein wenig zu lindern. Wir haben getröstet und verzweifelt weinenden Freunden beigestanden.  

Nun, zurück in Deutschland hat Anke sofort eine Spendenaktion auf die Beine gestellt. Ich versuche ihre Aktion von der Hausfrauenseite aus zu unterstützen - aber ich denke, eine eigene Domain wird seriöser wirken und sicher gäbe es auch optisch ansprechendere Wege, als meine schnell zusammengebastelte html-Seite.
Bitte helft den Menschen in Ladakh


Hier findet Ihr die Spenden-Kontonummer und alle weiteren Informationan

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