Freitag, 16. Juli 2010

Vorsicht Freundefinder bei Facebook

Vorhin haben wir nicht schlecht gestaunt, als Oliver bei Facebook war und dort folgende Anzeige fand:



Für ein Kind ist es natürlich ziemlich vertrauenserweckend, wenn er liest, dass seine große Schwester, eine Freundin und ein cooler ehemaliger Nachbar ein Facebook-Tool bereits genutzt haben und so wäre es verlockend, nachzuziehen und den Freundefinder auch zu benutzen.

Glücklicherweise aber wurde er stutzig und verriet Facebook nicht mal eben sein Passwort, sondern fragte nach.
Überraschung: weder Chris noch Michaela oder Nadja haben diesen Freundefinder je benutzt.
Eine dreiste Lüge ist das und ich finde nirgendwo den "Trick" mit dem Facebook behaupten könnte, nicht zu lügen.
Ich meine, wir kennen so Aussagen wie "90% Kakao in der Schokolade", die uns bei einem billigen Pudding einen hohen Gesamt-Kakaoanteil vorgaukeln soll und man muss schon richtig lesen - da steht "in der Schokolade" und nicht "im Pudding".

Aber hier steht ganz klar: Nadja, Chris und Michaela haben den automatischen Freundefinder ausprobiert und es herausgefunden.


Und das ist schlicht und ergreifend gelogen.
Nadja, Chris und Michaela haben den automatischen Freundefinder nicht ausprobiert! Und auch nie (bewusst) zugestimmt, dass ihre Fotos für diese Anzeige benutzt werden!
Soll es uns den Verstand ausknipsen, der klar zurückschrecken würde, Facebook unser Passwort zum Mailaccount zu geben?
Wie wäre es denn noch mit der Kontoverbindung samt Nummer zum Online-Banking?
Haben Michaela, Chris und Nadja sicherlich auch getan ...

Klar ist: passt auf Eure Kinder auf, wenn sie bei Facebook aktiv sind.
Ich habe da immer ein Auge drauf und glücklicherweise gibt es eine Gruppe, die "Ich habe noch nie im Leben den automatischen Freundefinder benutzt" heißt.

1 Kommentar:

  1. Danke für den Hinweis auf die Gruppe, bin soeben beigetreten.

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