Freitag, 26. März 2010

Tim lebt ...

Wann immer ich auf die Berichterstattung rund um "Tim lebt!" stoße,
tut mir die Mutter Leid.
Sie hatte sich damals wegen ihrer Depressionen der Geburt eines behinderten Kindes nicht gewachsen gefühlt und aufgrund ihrer Gesundheit wurde einer Spätabtreibung zugestimmt.
Davon kann man halten, was man mag.
Ich persönlich denke, dass die Frau Recht hatte, dass sie dem nicht gewachsen war.
Dem was dann kam, dann aber auch nicht

Ich wünschte, diese "Lebensretter" würden sich darauf beschränken gegen Spätabtreibungen vorzugehen, aber die Menschen, die eine durchgemacht haben, in Frieden lassen, denn das sind eh keine Entscheidungsträger, sondern vielmehr Verzweifelte, die keinen anderen Ausweg sehen.

Tut mir Leid, aber im Spiegel ist erneut ein Bericht und bei Sätzen wie
"Er und seine Frau können das, was Tims leibliche Eltern nicht schafften. Bedingungslos lieben." dreht sich mir der Magen um.

Seit 1998 sind sie aktiv mit "Tim lebt" - da hat die Mutter noch gelebt und wurde immer und immer wieder aufgestöbert und von ganz bestimmt sehr sensiblen Journalisten und anderen Interessierten "befragt".
In einer Fernsehdokumentation wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass die Mutter eine Stellungnahme verweigert und im Abspann war dann zu lesen, dass sie sich das Leben genommen hat.

Für mich ein bitterer Beigeschmack der ganzen "Tim lebt"-Aktion.

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