Donnerstag, 18. März 2010

Nachrichten ...

Gestern bin ich über einen Artikel gestolpert.
In den USA ist ein Mann, der am Strand joggte und dabei Musik hörte, von einem notlandenden Flugzeug erfasst und getötet worden.
Das ist so schräg, dass ich nahezu sicher bin, dass wir weitläufig miteinander verwandt sein müssen.
In meinen Augen ist das Joggen immer schon ein gutes Indiz für ein rundum gelebtes Leben.
Aber dann auch noch mit seiner Lieblingsmusik am Strand?
Wow!
Ich denke mal, der war wirklich mit sich und seinem Leben im Reinen - und dann das!
Ich gebe zu, seit mein Vater bei einem Flugzeugabsturz verstarb, habe ich diese Neugier in mir bei der Betrachtung der Leben anderer.
War es bewohnt?
Hat es geglitzert?
Ihm und anderen Spaß gemacht?
Bei meinem Vater war das so.
Der hat sein Leben rundum gelebt und da er das Altern ganz definitiv hasste, spektakuläre und auffällige Auftritte hingegen liebte, bin ich mittlerweile mit seinem Tod ausgesöhnt.
Stünden die Todesarten in Regalen herum: mein Vater hätte genau diesen haben wollen!
Und wer weiß, ob der Jogger nicht auch genau nach seinem gegriffen hätte.
Josephine Baker ist damals nach einem grandiosen Comeback vor Freude gestorben und meine Tante einen Tag nach ihrem Geburtstag, den sie immer in ihrem Geburtsort mit ihrem Lieblingscousin und seiner Familie feierte.
Bei ihrer Beerdigung entstand dadurch der verwirrende Eindruck, sie hätte das Dorf nie verlassen und das ihr, die sie sogar einen Doktortitel hatte und irgendwann auch einmal als Entwicklungshelferin in Nairobi gearbeitet hatte.
(ja, ich stinke ganz schön ab neben ihr ... Doktortitel gegen Hausfrauenseite ... aber hey, ich habe 2 Kinder ... und immerhin auch ihre grässliche Lache geerbt ...)
Ach ja ... ich glaube, ich sollte wieder regelmäßig joggen, um meinem Tod auch die Chancen zu erhöhen, mich in einem selbstzufriedenen, glücklichen Moment zu ereilen.
Hm, vorhin wäre ich fast von einem Traktor samt Gülleanhänger plattgemacht worden.
Ich hoffe mal, ich habe nach einem etwas spektakulärerem Kistchen gegriffen.
Obwohl ... ich gebe es zu ... meine Lieben mit dem Problem zurückzulassen, bei der Kunde mit dem Gülleanhänger nicht zu kichern, das würde doch durchaus wieder zu mir passen.
Eher jedenfalls, als an Kaviar zu ersticken, ein "der Fallschirm muss defekt gewesen sein" oder gar einem "nachdem sie die 4 Kinder gerettet hat, ist sie noch einmal reingerannt um auch die Katze noch zu retten ..."
*grübel*

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