Sonntag, 31. Januar 2010

Wenn Liebe so einfach wäre

Letzte Woche waren wir im Kino und haben uns die "RomCom" Wenn Liebe so einfach wäre gegönnt.
Für mich eine rundum gelungener Kinoabend, wobei ich aber gleich zugebe, dass ich im Kino derzeit einfach gerne lache und da keine allzu hohen Ansprüche stelle.
Eine Komödie, in der Meryl Streep, Steve Martin und Alec Baldwin mitspielen, konnte also nur gut sein und war es denn auch.
Meryl Streep spielt eine Restaurantbesitzerin, die in einem unglaublich schönen, für eine alleinstehende Frau schon viel zu großen Haus wohnt und dieses aus eher unerfindlichen Gründen pünktlich zum Auszug des letzten Kindes noch drastisch ausbauen möchte.
Also dieses Haus ... ich bin sehr froh, dass unsere Kate mindestens so schön und doch viel kleiner ist, denn mir ist ein Rätsel, wie eine Alleinstehende so einen riesigen Gebäudekomplex in Schuss halten möchte.
Noch lustiger ist die Szene, die dann in ihrem wunder wunder wunderschönen Garten spielt, der natürlich super gepflegt ist. Sie erntet ganz putzig reife Tomaten in einen Weidenkorb hinein.
Ach ja ... bei solchen Komödien sollte man sich zurücklehnen und genießen, wie bei den Märchen aus 10001 Nacht und nicht darüber nachdenken, wann sie das alles putzt, pflegt, umgräbt oder wer all diese Berge von köstlichem Essen je verspeisen soll, die bei ihr so dekorativ herumstehen.
Ihren ExMann spielt Alec Baldwin. Er hat Meryl vor 10 Jahren für eine deutlich jüngere Frau verlassen und leidet nun unter ihrem Kinderwunsch und der Frucht eines Seitensprunges besagter junger Frau.
Der Kleine ist eine Nervensäge und seine junge Ehefrau fordert pünktlich zu den Eisprüngen voll funktionsfähiges Sperma.
Ganz klar: derzeit bereut er bitter, seine Frau je verlassen zu haben, denn dort sind die Kinder nun eben allesamt erwachsen und ihr Haus ist so einladend wie ihr Schoß.
Prompt landen sie nach einem durchtanzten und durchzechten Abend gemeinsam im Bett.
Danach ist sie einerseits entsetzt und andererseits voll des Triumphes, dass ihr ExMann seine junge Frau ausgerechnet mit ihr betrügt.
Zeitgleich verliebt sich auch noch der Architekt des Riesenanbaus in sie.
Steve Martin spielt die wohl seriöseste Rolle in diesem Film und bekommt ein paar sehr erwachsene Textzeilen zu sagen.
Gerade wenn man zu denken beginnt, dass das alles doch sehr kitschig, flach und amerikanisch dargestellt wird und einem ein klitzekleinwenig die Lust am Lachen vergeht, drückt der Film auf die Klamaukbremse und wird auf sehr charmante Art nachdenklicher.
Natürlich bleiben alle ganz entzückend fair zueinander und die die Grund für Bitterkeit hätten, werden schlicht nicht mehr gezeigt, wenn es zum Happyend kommt.
Und mir hat das Ende sehr zugesagt.
Jawohl.

1 Kommentar:

  1. sag ich doch ... bzw. schrieb ich doch, jedenfalls zwischen den Zeilen ...

    bin mal gespannt, ob die nächste cinelady = Valentinstag genauso unterhaltend ist.

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