Donnerstag, 14. Januar 2010

Schleich kaufe ich auch nicht mehr ...

Eine Frau Schleich näht seit Jahren kitschige Teddybären und verkauft sie folgerichtig als Schleichbären.
Ihr ahnt nicht, wer ihr dafür nun auf die Finger klopft ...
Vermutlich möchte die Firma Schleich den sagenhaften Werbeerfolg der Firma Wolfskin wiederholen, die Näherinnen mit Abmahnungen beglückte, die es wagten, irgendwelche Pfotenabdrücke auf ihren Nähwerken unterzubringen. Wobei man bei Wolfskin eh das falsche Logo hat und statt mit den vereinigten Pfoten des Tierreichs doch lieber mit einem Stück Haut als Logo werben sollte.
Egal ...

Ich freue mich fast, wenn so ein Hersteller Abmahnungen herausschickt, da es sich echt finanziell auszahlt, solche Marken künftig vom Einkaufszettel zu streichen.
Wenn eine Marke bis dahin ein kleines Luxus-Glitzern hatte, verliert sie das bei mir komplett und es wäre mir eher peinlich, so eine Abmahnmentalität zu unterstützen.
Da kann ich stur sein - und ungeahnt sparsam.
Und Schleich, das spart echt Geld, da meine Kinder noch im besten Sammel-Alter sind und wir die Dinger auch gerne als Kleinigkeit zu Geburtstagen verschenkten oder als Preise einsetzten.

Nun nicht mehr.
Ja, ich sollte mich nicht freuen, sondern jeglichen Markenwahn von vornherein unterdrücken ...

Frau Schleich hat hoffentlich einen gewissen Werbenutzen von all dem, der für die schlaflosen Nächte entschädigt, die Abmahnungen von großen Firmen an kleine Nebengewerbler so auslösen.

Übrigens habe ich Herrn Kraut von der Firma Schleich auch eine Mail geschickt, dass ich seine Produkte künftig nicht mehr kaufen werde.
Ich wette, er ist ganz doll beeindruckt :)

1 Kommentar:

  1. Naja, so naiv, wie sich die Frau Schleich da hinstellen lässt, ist sie ja wohl doch nicht. Dass es eine gewisse Verwechslungsgefahr gibt, ist unbestreitbar, geht es doch um Spielzeug und um Figuren. Eine gewisse Professionalität setze ich bei ihr auch voraus, wenn sie tatsächlich den Begriff "Schleichbären" als Marke angemeldet hat. Und dass die Firma Schleich offensichtlich mehrfach versucht hat, die Geschichte außergerichtlich und freundlich zu klären, spricht eher für die Firma Schleich.

    Vorahnung: Das wird nicht gut ausgehen für die Frau Schleich. Daran wird sie dann, so ist das Unternehmertum, erst einmal selbst schuld, aber ich ahne schon, was dann aus ihrem Hause für Argumentationen kommen.... der böse Plastikfigurenhersteller, der seinen Krempel in Tunesien bemalen lässt und arme Teddybärenmuttis in den Ruin treibt.

    Markenrecht ist böse, aber wer da ohne Wissen herumhampelt und dann auch noch bemerkenswertes Entgegenkommen in den Wind schlägt und sich als Opfer verkaufen lässt... der muss halt dran glauben - ohne dass ich das als Vorverurteilung hinstellen lassen mag.

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