Donnerstag, 19. November 2009

Affiliate-Programme

Mir fällt auf, dass ich immer öfter von Betreibern von Affiliate-Programmen nicht nur angeschrieben, sondern mittlerweile auch noch angerufen werde.
Was mich grinsen lässt.
Ich selbst habe ein dickes Häkchen an solche Programme gemacht.
Anfangs verdiente man noch pro Klick und wenn man etwas geschickt Affiliate-Partner aussuchte, die die Besucher auch interessierten, konnte man daran durchaus etwas verdienen.
Leider möchten im Internet mehr Menschen etwas verdienen, als Geld in die Werbung gesteckt wird und so drückten die Affiliates die Verdienstraten immer weiter in den Keller.
Erst verdiente man pro Klick immer weniger, schließlich verdiente man nur noch, wenn die Besucher auch etwas kauften.
Diese Einnahmen bekam man erst direkt, dann ein Quartal später und auch dort sanken die Einnahmen prozentual immer weiter.
Ein Beispiel?
Am Affiliate-Programm einer bekannten Kaffee-Rösterei, bei der die meisten alles kaufen, aber keinesfalls Kaffee, verdiente ich innerhalb eines Jahres 5,- Euro.
Ich gönnte mir das Vergnügen der Political Correctness und wischte diesen Partner ganz von meiner Seite und kann nun gut behaupten, dass ich lieber auf die Werbeeinnahmen verzichte, als für jemanden zu werben, der in Indien Kinderlein vom Schulbesuch abhält ...
Nach und nach habe ich fast alle Affiliate-Programme entfernt.
Auch die, die noch laufen, bringen eher weniger Einnahmen, aber den Besuchern durchaus einen gewissen Nutzen, denn ob es zum aufgerufenen Thema gerade Auktions-Angebote und/oder Bücher gibt, ist oft interessant.
Alles andere wiegle ich kurz ab, denn der Einbau der Banner macht Arbeit, die ich mir spare, wenn mir der Nutzen gering scheint.
Die armen Telefon-Lakaien dieser Partnerprogramme locken mit wirklich gut klingendem Blabla und Erfahrungswerten, die ich nicht bestätigen kann.
Ich habe da eine höchst frauenrelevante Seite mit 30.000 BesucherInnen am Tag - sauviele PIs - und die Erfahrung, dass Partnerprogramme nur nervig blinken, viel Arbeit im Einbau machen und ach ja, kein Geld einbringen.
Ich biete jedesmal an, zu einem jährlichen Festpreis bei mir zu werben. (ok, nicht jedesmal - manche "Produkte" sind schlicht zu abstoßend) und ist das nicht lustig:
eben noch prognostiziert mir der Partnerprogramms-Lakai Einnahmen im locker 4-5stelligen Bereich und wenn ich dann juble:
Klasse! Da habe ich ja DAS Angebot für Sie! Sparen Sie echt Geld und zahlen im Jahr 800,- Euro + MwSt!
beginnt der Lakai zu stottern und will sich nach Rücksprache wieder melden.
Was soll ich sagen?
Das ist wie mit den Leuten von "Neighbours", die nach Darwin gezogen sind:
They never come back!

Und ein Partnerprogramm, das mir nach wohl realistischer(er) Einschätzung des Affiliate-Anbieters keine 800,- Euro pa einbringt, lockt mich nicht.


--- und was mich jetzt grinsen lässt, ist der Umstand, dass sich auf ein derartig verlockendes Angebot:

- Wir stellen Ihnen Standardwerbemittel (160x600, 728x90, 300x250, 468x60) mit unterschiedlichen Motiven, Logos und Textlinks zur Verfügung.

- Sie erhalten eine Provisionsvergütung von 3% netto (exkl. MwSt.), für die über Ihre Seite generierten und bereinigten Netto-Shop-Umsätze.

- Die Abrechnung und Provisionsausschüttung erfolgt im dritten Monat nach dem Monat, in dem der Netto-Umsatz generiert wurde.

- Das Fress***-Private-Affiliate-Netzwerk startet zunächst im Rahmen einer Testphase, welche am 31.03.2010 endet. Für den Zeitraum der Testphase ist der maximale monatliche Provisionsbetrag auf 500,- € beschränkt.


nun wohl kaum jemand angesprungen ist.
trotz dieser vorsorglichen Provisionsbetrags-Beschränkung, die vermutlich bei keinem einzelnen Seitenbetreiber je nötig wäre, aber doch erst einmal verlockend klingt - hey, 500,- Euro im Monat? Cool ...

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