Montag, 5. Oktober 2009

Wie man einen String-Tanga faltet

Gerade habe ich einen klitzekleinen Nahezu-Tobsuchtsanfall bekommen, da der Pedant in mir daran scheiterte, einen String meiner Tochter ordentlich zu falten.
Kann man nicht.
Noch dazu, wo es sich um einen Billig-String handelt.
Ich fluche gelegentlich schon bei den Billig-T-Shirts, bei denen sich die Seitennähte irgendwann in der Mitte des Bauches wiederfinden wollen, aber bei Strings ist das noch aussichtsloser.
Eigentlich könnte ich die Wäsche meiner Kinder auch einfach auf zwei Häufchen verteilen und in die nächste Schublade knuddeln, denn das wird in Kürze mit meinen sauber gefalteten Stapeln eh geschehen, aber wie gesagt, in mir ist ein kleiner Pedant, der es einmal ordentlich falten möchte, bevor die Wäsche einer ungewissen Zukunft entgegenknüllt.
Und wie ich so leise fluche, fällt mir ein, dass es schlimmer kommen könnte ...
Halt! nein! Viel schlimmer war.
Ich erinnere mich an Morgende, in denen ich kratzige Stilleinlagen aus dem Wäschekorb fischte, oder diese gruseligen Still BHs, die schon im Laden irgendwie klinisch wirkten und denen gewisse Zeiten mit Quark- und Grünkernauflagen so wenig gut getan hatten, wie diversen wunden Nippeln.
Meine Güte, wie herrlich!
Wenn ich ins Bett gehe, weiß ich, dass ich schlafen kann, bis der Wecker klingelt und wenn ich mich gerade in irgendeine Arbeit vertiefe, muss ich den Kindern nur Aufmerksamkeit schenken, wenn sie bluten. Sehr bluten.
Wenn mein Sohn heute eine selbstgetöpferte Vase aus der Schule mitbringt, finde ich sie tatsächlich schön und weiß auch gleich, was es ist.
Hm, und wenn meine Wimperntusche verschwindet, weiß ich jetzt auch wo sie ist und bekomme sie niemals zurück ...
Ah, ich sag' Euch was - ich finde 40 (ok, 42) und halbwüchsige Kinder einfach Klasse!

1 Kommentar:

  1. Immer wieder erfrischend, dich zu lesen!
    Und: ja, finde ich auch klasse :)

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