Montag, 2. März 2009

Reinrassig ...

Sonntag habe ich in Köln einen schönen Spaziergang rund um den Höhenfelder See gemacht - mein altes Naherholungsgebiet, als ich noch dort wohnte.
Ich hatte die Stolperfalle meiner Freundin dabei, einen Hund undefinierbarer Herkunft. Ich glaube, es steckt ein wenig Flohkati in ihm ... und eine mittelgroße Ratte. Meine Freundin hört das nicht so gerne ... auch nicht, wenn ich mutmaße, dass er einfach eine große, hinter einem Wandschrank entstandene Lebensform ist. Aber er hat etwas räudig staubiges an sich. Aber nett, denn er wedelt mit allem was er hat, beißt nicht und zottelt gerne hinter mir her.
Als wir halb um den See herum waren, kam mir eine vage Bekannte entgegen und fragte begeistert: "du hast jetzt einen Hund?!"
Ich wunderte mich leise, woher sie das wohl wüsste, stimmte aber zu.
"Was denn für einen?"
"Ein Labrador-Retriever", sagte ich.
"Mischling?!"
"Nein, reinrassig", sagte ich und wunderte mich leise, weshalb das jetzt wohl wichtig sei.
Nun, die Frau guckte mich an, wie Städter andere ganz gerne mal mustern, wenn sie grübeln, ob man evtl. Drogen eingeworfen hat, Tabletten ungewisser Herkunft, Stimmungsaufheller der hochprozentigen Art ... Ihr wisst schon ... jedenfalls kürzte sie den anfangs auf länger ausgelegten Plausch rapide ab und hastete weiter - an Sunny vorbei - und bei mir fiel der Groschen ... dass sie nun meinte, ich hätte versucht ihr Sunny als reinrassigen Labrador unterzujubeln ...

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