Dienstag, 1. September 2009

Wer Brombeeren pflückt, sollte Socken tragen ...

In den letzten Tagen habe ich die in meinem Garten herumliegenden Äpfel und Birnen genau so ignoriert, wie die weiterhin vollen Obstbäume und stattdessen einige Kilo Brombeeren von den Hunderunden mitgebracht.
Endlich mal konnte ich Coffee zeigen, wie nervig es ist, wenn sie überall stehenbleiben und schnüffeln will!
Wobei ich natürlich nicht geschnüffelt habe, sondern eifrig pflückte.
Da mein Terminkalender gut voll ist, habe ich gleich zweimal bei strömendem Regen gepflückt, was praktisch ist, da man die Brombeeren dann ohne weitere Wasserzugabe zu Konfitüre kochen kann und in gewissen Kreisen dann noch so tun kann, als sei es nahezu magisch, Brombeerkonfitüre mit Regenwasser und nichts als Regenwasser aufzukochen.
Andere Kreise behaupten dann umgehend, bei Regen gepflückte Brombeeren schmecken nicht, aber das ist Quatsch. Zur Tortendeko sind sie ungeeignet, aber wenn man sie ohnehin zu Brei verarbeiten und zusätzlich zuckern möchte, muss man sich von einem Wolkenbruch nicht vom Pflücken abhalten lassen ...
Ein größeres Hindernis stellen Brennnesseln für mich dar, denn ich bin jemand, der Ostern die Strümpfe auszieht (und die Winterreifen vom Auto rupft) und erst im Oktober wieder anzieht. (genau, die Sommerreifen müssen dann auch wieder weichen).
Alljährlich beim Brombeeren Pflücken erwacht der Fernsehpfarrer in mir, der dann unsäglich blöde Philosophien rund um die Tatsache spinnt, dass Brombeeren und Brennnesseln meist beisammen wachsen und man den Brombeergenuss mit brennenden Füßen, fleckigen Pfoten und einer gewissen Ganzkörperverkratzung zahlt.
Ihr habt schon Glück, dass bei mir die Brombeerernte auch untrennbar mit Schaumbädern verbunden ist und ich nie dazu komme, Euch meine beim Ernten gewonnenen Erkenntnisse umgehend bloggend mitzuteilen, sondern meinen zerkratzten, fleckigen Luxusbody erst einmal stundenlang schaumbade und all die klugen Erkenntnisse dann zusammen mit dem Badeschaum in den Weiten öhm, Tiefen der Abflüsse verschwinden.
Nur soviel: wer Brombeeren pflückt, sollte Socken tragen!

(aber wer will das schon?)

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